Wirtschaft : Qiagen: Biotech-Firma steigert Gewinn und enttäuscht dennoch Analysten

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Qiagen hat bei Umsatz und Gewinn zwar kräftig zugelegt, die hochgesteckten Erwartungen der Analysten aber dennoch enttäuscht. Im vierten Quartal steigerte das niederländische Biotechnologie-Unternehmen den Umsatz um 29 Prozent auf 55,8 Millionen Dollar (119,98 Millionen Mark) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn stieg um 45 Prozent auf 20,1 Millionen Dollar (43,21 Millionen Mark) und blieb damit unter den Erwartungen der Analysten, die zwischen 26,2 und 30,3 Millionen Dollar prognostiziert hatten.

Die Börse reagierte ungnädig: Zum Handelsbeginn sackte der Kurs der Aktie am Dienstag zunächst um über zehn Prozent auf 30,65 Euro ab, konnte sich bis zum Nachmittag aber auf 32,40 Euro verbessern - gegenüber dem Vortageswert immer noch ein Minus von 5,81 Prozent.

Den Gewinn nach Steuern für das vierte Quartal gab Qiagen mit 6,6 Millionen Dollar an, ein Anstieg um rund zehn Prozent. Zu den Gewinnerwartungen für das Jahr 2001 machte das Unternehmen keine Angaben. "Das halte ich für problematisch", sagte SGZ-Bank-Analyst Christian Garbe. Qiagen, das sich mit der Isolierung und Aufreinigung von Nukleinsäuren etabliert hat, müsse jetzt beweisen, dass es in der Lage sei, neue Geschäftsfelder zu erobern. "Ein zukünftiges Akquisitionsfeld sehe ich in der Proteinforschung", sagte Garbe. Da sich der Biotechmarkt zurzeit nicht sehr euphorisch entwickle, könne Qiagen nur über Akquisitionen das bisherige Wachstumstempo beibehalten.

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