Quartalsbericht : Zalando verkauft immer mehr

Der Berliner Onlinehändler Zalando hat seinen Umsatz im ersten Quartal um 74 Prozent gesteigert. Doch was unterm Strich dabei herauskam, verrät das Unternehmen nicht.

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Mode im Karton. Zalando bläst den Umsatz im zweiten Vierteljahr gewaltig auf.
Mode im Karton. Zalando bläst den Umsatz im zweiten Vierteljahr gewaltig auf.Foto: dpa

Der Onlinehändler Zalando macht zwar im Fernsehen lautstark für sich Werbung. Doch wenn es darum geht, darüber zu berichten, wie die Geschäfte laufen, ist das Berliner Unternehmen sehr zurückhaltend. Am liebsten würde Zalando wohl gar nichts verraten, aber da der größte Investor, die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik, an der Börse notiert ist, muss diese etwas auskunftsfreudiger sein. Und weil Kinnevik am Freitag Zahlen vorlegte, zog auch der Onlinehändler mit. Zalando wachse in Deutschland und international weiter rasant, teilte das Unternehmen mit. Der Nettoumsatz mit Schuhen und Mode sei im ersten Quartal 2013 auf 372 Millionen Euro gestiegen. Damit habe der Umsatz um 74 Prozent über der entsprechenden Periode des Vorjahres gelegen – und dies obwohl die Modebranche insgesamt unter den schlechten Wetterbedingungen gelitten habe. Wegen des langen Winters habe die Frühjahrssaison erst später begonnen.

Inzwischen gibt es Zalando in 14 Ländern

„Wir sind mit diesem Ergebnis sehr zufrieden, Zalando ist international stark und nachhaltig aufgestellt“, sagte Zalando-Geschäftsführer Rubin Ritter. Aber was unterm Strich stand, beziehungsweise wie hoch der Verlust ausfiel, dazu sagte er nichts. Nach wie vor investiert Zalando viel Geld in sein Wachstum. Allein im Jahr 2012 war Zalando in sieben neuen Ländern online gegangen, mittlerweile ist das Berliner Unternehmen in 14 Märkten Europas aktiv. Zalando beschäftigt allein in der Hauptstadt mittlerweile mehr als 1000 Mitarbeiter.

Zalando setzte 2012 mehr als eine Milliarde Euro um

Im Geschäftsjahr 2012 hatte Zalando mit 1,15 Milliarden Euro seinen Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. Und – so viel verriet das Unternehmen bis jetzt – in der Kernregion Deutschland, Österreich und Schweiz sei die Gewinnschwelle erreicht.

Kinnevik hält mittlerweile 29,3 Prozent direkt und weitere 8,7 Prozent indirekt über die Berliner Start-up-Schmiede Rocket Internet an Zalando. Zuletzt hatten die Schweden ihren Anteil an Zalando um weitere 3,5 Prozent aufgestockt und dafür noch einmal 100 Millionen Euro bezahlt. Insgesamt bewertet Kinnevik Zalando in seinem Bericht mit 3,2 Milliarden Euro.

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