Quartalsbilanz : Sparprogramm bei Air Berlin zeigt Wirkung

"Anlass zum Jubeln" hat Air-Berlin-Chef Mehdorn nach eigenen Angaben noch nicht. Doch der Verlust bei der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft sinkt - trotz widriger Bedingungen.

Ein Hauch von Zufriedenheit: Hartmut Mehdorn.
Ein Hauch von Zufriedenheit: Hartmut Mehdorn.Foto: dapd

Die Fluggesellschaft Air Berlin will sich von der geplatzten Eröffnung des neuen Berliner Flughafens nicht das Geschäftsjahr verderben lassen. Nach einem verbesserten Start in den ersten drei Monaten 2012 peilt der Vorstand um Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn im operativen Geschäft weiterhin die Gewinnschwelle an, auch wenn die Mehrkosten durch die verschobene Flughafeneröffnung noch nicht feststehen.

Zwischen Januar und Ende März konnte der angeschlagene Lufthansa-Konkurrent seinen saisontypischen Verlust dank seines Spar- und Schrumpfkurses spürbar eindämmen. Dabei verkraftete das Unternehmen auch den gestiegenen Ölpreis, der nicht nur die Lufthansa zuletzt tiefer in die roten Zahlen gerissen hatte.

„Es gibt noch keinen Anlass zum Jubeln“, sagte Konzernchef Mehdorn. Das Sparprogramm wirke sich aber bereits positiv aus. Im Zuge des Sanierungskurses schrumpfen auch Flotte und Streckennetz.

Im ersten Quartal lief es für die Fluggesellschaft besser als zuletzt. Der saisonbedingte Verlust schrumpfte auf 103 Millionen Euro, rund 15 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie Air Berlin überraschend schon am Montagabend mitgeteilt hatte. (dpa)

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