Quartalszahlen : Auftragsbücher bei Siemens gut gefüllt

Bei Siemens laufen die Geschäfte schlechter: Trotz gut gefüllter Auftragsbücher sinkt der Umsatz im ersten Quartal.

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Foto: picture-alliance/ dpadpa

Berlin - Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (1. Oktober bis 31. Dezember 2009) lag der Umsatz deutlich unter dem Niveau der vorangegangenen Periode von 18,9 Milliarden Euro. Das berichtete Finanzchef Joe Kaeser am Montag bei einer Investorenkonferenz in New York. Dennoch sei das Unternehmen gut unterwegs. Er erwarte einen Auftragseingang in etwa auf dem Niveau des vorangegangenen Quartals von 17,9 Milliarden Euro. Die frühzeitig eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung wirkten stabilisierend und würden ein starkes Quartalsergebnis ermöglichen, erklärte Kaeser.

Dabei entwickeln sich einzelne Bereiche sehr unterschiedlich. Bei den kurzzyklischen Geschäften, etwa Produktbestellungen aus der Industrie, sieht Kaeser den Boden erreicht. So geht der Siemens- Finanzchef zum Beispiel davon aus, dass der Markt der Licht-Tochter Osram vermutlich bereits im dritten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres sein Tief erreicht hat. Osram litt unter anderem stark unter der schwachen Nachfrage aus der Automobilindustrie. Nun erwartet Siemens positive Effekte aus dem boomenden Geschäft mit Leuchtdioden (LED). Kaeser hob jedoch hervor, dass es noch Jahre dauern werde, bis in den kurzzyklischen Geschäften die Rekordlevel der Jahre 2007 und 2008 wieder erreicht werden können.

Bei den langzyklischen Geschäften, etwa bei dem Bau von Kraftwerken oder Industrieanlagen, geht Kaeser davon aus, dass sich die Geschäfte in der ersten Hälfte des Kalenderjahres weiter abschwächen, eine Bodenbildung sei hier noch nicht in Sicht.

Trotz des robusten Auftragsbestandes rechnet Siemens im laufenden Geschäftsjahr damit, dass der Umsatz von zuletzt rund 77 Milliarden auf etwa 73 Milliarden Euro zurückgeht. Die Bilanz für das erste Quartal legt der Konzern am 26. Januar vor. vis

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