Quartalszahlen : BP macht nach Ölkatastrophe wieder Gewinn

Allein in den vergangenen drei Monaten kostete die Ölpest im Golf von Mexiko den Energiekonzern BP knapp acht Milliarden Dollar. Dennoch bleibt unter dem Strich ein sattes Plus.

20. April 2010: Die 80 Kilometer vor der Küste des US-Bundesstaats Louisiana gelegene Förderplattform "Deepwater Horizon" explodiert, elf Arbeiter sterben.Weitere Bilder anzeigen
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19.04.2011 13:0120. April 2010: Die 80 Kilometer vor der Küste des US-Bundesstaats Louisiana gelegene Förderplattform "Deepwater Horizon"...

Nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko und den damit verbundenen Milliardenkosten ist der britische Energiekonzern BP wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Im dritten Quartal machte BP trotz zusätzlicher Vorsteuer-Kosten für die Ölpest in Höhe von 7,7 Milliarden Dollar (rund 5,5 Milliarden Euro) einen Gewinn von 1,8 Milliarden US-Dollar. Ohne die Ölpest-Kosten hätten unter dem Strich sogar 5,5 Milliarden Dollar und damit 18 Prozent mehr als im dritten Quartal 2009 zu Buche gestanden, teilte BP am Dienstag in London mit.

Im zweiten Quartal hatte die Katastrophe in den USA dem britischen Konzern noch einen Verlust in Höhe von 17 Milliarden Dollar beschert. Für die ersten neun Monate steht somit noch ein Verlust von 9,3 Milliarden Dollar in den Büchern.

„Die Ergebnisse zeigen, dass wir nach dem tragischen Unfall auf der Ölplattform Deepwater Horizon und dem daraufhin auslaufenden Öl wieder auf dem Weg der Erholung sind“, sagte Vorstandschef Bob Dudley am Dienstag in London. Aus der Ölquelle waren 4,9 Millionen Barrel (je 159 Liter) ins Meer gelaufen. Elf Menschen starben.

Insgesamt hat BP 39,9 Milliarden Dollar für den größte Ölkatastophe in der Geschichte der USA einkalkuliert, die mit Ende des dritten Quartals komplett verbucht seien. Tatsächlich bezahlt wurden bisher 11,6 Milliarden Euro, sagte Dudley.

Um die Kosten aufzufangen, will BP Unternehmensteile für bis zu 30 Milliarden Dollar verkaufen. Der Prozess mache gute Fortschritte, Verkäufe für 14 Milliarden Dollar seien bereits festgezurrt. (dpa)

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