Quartalszahlen : Postbank steckt Finanzmarktkrise gut weg

Die Postbank legt die Quartalszahlen vor. Manch ein Wettbewerber schaut neidisch auf das Ergebnis. Trotz eines Gewinneinbruchs im Schlussquartal verkündet das Unternehmen einen Rekordgewinn.

Postbank
Die Postbank präsentiert glänzende Zahlen. -Foto: ddp

Bonn Der Überschuss ist dank eines starken Zinsgeschäfts, aber auch dank positiver Effekte aus der Unternehmenssteuerreform von 695 Millionen Euro auf 870 Millionen Euro gestiegen, teilt die Post-Tochter mit. Im Zusammenhang mit der Subprime-Krise verzeichnete das Institut vergleichsweise geringe Wertminderungen in Höhe von insgesamt 112 Millionen Euro - 61 Millionen davon waren bereits im dritten Quartal angefallen.

Die zusätzlichen Belastungen machten sich im vierten Quartal bemerkbar: Hier fiel der Überschuss um knapp 39 Prozent auf 169 Millionen Euro. Vor Steuern sank der Gewinn um knapp ein Drittel auf 198 Millionen Euro.

Eine Milliarde Gewinn

Im Gesamtjahr überschritt die Postbank allerdings vor Steuern wie bereits vorab bekannt gegeben erstmals die Milliardengrenze und steigerte den Gewinn um 6,7 Prozent auf 1,004 Milliarden Euro. Für das Jahr 2008 peilt die Postbank vor Steuern unverändert einen Gewinn von 1,22 Milliarden Euro an.

Die Postbank will ihren Aktionären für das abgelaufene Jahr eine unveränderte Dividende ausschütten. Der Hauptversammlung werde auch für 2007 eine Zahlung von 1,25 Euro je Aktie vorgeschlagen. Bezogen auf 164 Millionen Aktien entspreche dies einer Ausschüttungssumme von 205 Millionen Euro.

Niedriger als erwartet waren die Rückstellungen im Kreditgeschäft: Die Risikovorsorge blieb trotz eines um 12,8 Prozent höheren Kundenkreditbestands mit 338 Millionen Euro auf Vorjahresniveau, die Experten hatten einen Anstieg um knapp sieben Prozent prognostiziert. Stark verbesserte sich trotz des harten Wettbewerbs im Privatkundengeschäft der Zinsüberschuss mit einem Plus von vier Prozent auf 2,24 Milliarden Euro. Im Provisionsgeschäft legte die Postbank um 1,6 Prozent auf 1,43 Milliarden Euro zu. Das Handelsergebnis lag mit 290 Millionen 9,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Ergebnis aus Finanzanlagen spiegeln sich die Wertberichtigungen im Zusammenhang mit der Krise wider, aber auch Verkaufsgewinne: Es blieb mit 294 Millionen Euro etwa auf Vorjahreshöhe. (ae/dpa)

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