Quartalszahlen : ThyssenKrupp profitiert vom Stahlboom

Der Stahlkonzern ThyssenKrupp profitiert von der weltweit hohen Nachfrage. Im dritten Quartal des im September endenden Geschäftsjahres konnte der Konzern einen Gewinnsprung verzeichnen.

ThyssenKrupp
Blendende Geschäfte: Stahlkonzern ThyssenKrupp. -Foto: ddp

EssenDank des weltweiten Stahlbooms hat der Industriekonzern ThyssenKrupp seine Ziele für das Gesamtjahr erneut leicht angehoben. Nach einem Gewinnsprung im dritten Quartal werde für 2006/07 (30. September) nun ein Umsatz von über 50 Milliarden Euro erwartet. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern soll sich auf rund 3,6 Milliarden Euro verbessern. Bislang war ThyssenKrupp bei Erlösen von 50 Milliarden Euro von einem Vorsteuerergebnis von 3,5 Milliarden Euro ausgegangen.

Im dritten Quartal steigerte der Konzern seinen Umsatz um 11 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro. Der Vorsteuergewinn stieg auf 1,22 Milliarden Euro nach 806 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Auftragseingang legte um ein Viertel auf 15,6 Milliarden Euro zu.

Starke Nachfrage aus den Wachstumsmärkten China und Indien sowie gestiegene Preise brachten der Stahlsparte einen Zuwachs des Vorsteuerergebnisses von 386 auf 428 Millionen Euro. Der Umsatz wuchs um 8 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Ein noch stärkeres Wachstum verbuchte die Edelstahlsparte: Der Umsatz legte um fast eine Milliarde auf 2,6 Milliarden Euro zu, der Vorsteuergewinn vergrößerte sich dank hoher Nachfrage nach Rostfrei-Produkten um 170 auf knapp 300 Millionen Euro.

Stabil hohe Nachfrage

Insgesamt rechnet der Konzern weiter mit einer hohen Stahlnachfrage - überproportional in den Wachstumsmärkten und eher "ruhig" im EU-Raum, heißt es im Quartalsbericht. Die Rohstahlerzeugung werde weltweit um mindestens 6 Prozent wachsen, die deutsche Stahlindustrie in diesem Jahr die Marke von 48 Millionen Tonnen "deutlich übertreffen". Aufwärts gerichtet ist nach Einschätzung des Stahlunternehmens auch die globale Autokonjunktur. Dabei seien hohe Steigerungsraten vor allem von China zu erwarten, das weltweit schon zum drittgrößten Autohersteller aufgestiegen sei. In den USA entwickelten sich die Zahlen rückläufig, in Westeuropa gebe es leichtes Wachstum.

Das Fahrstuhlgeschäft des Unternehmens entwickelte sich mit zehn Prozent Umsatzwachstum auf 1,2 Milliarden Euro und leichter Gewinnverbesserung (106 Mio Euro) ebenfalls positiv. Die EU- Kartellstrafe gegen den Unternehmensbereich von 480 Millionen Euro wegen Wettbewerbsverstößen wurde bereits im Vorquartal bilanziert. Das Unternehmen hat dagegen Klage eingereicht. Die Mitarbeiterzahl zum 30.6.2007 betrug insgesamt gut 189.000 Beschäftigte, davon knapp die Hälfte in Deutschland. Im Vorjahresvergleich ist sie leicht um knapp ein Prozent gestiegen.(mit dpa)

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