Quelle-Erbin : Schickedanz verkauft zwei Villen

Um Schulden zu begleichen, macht Madeleine Schickedanz ihre Immobilien zu Geld. Die Quelle-Erbin erzielt einen Erlös von 47 Millionen Euro.

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Foto: dpadpa

Düsseldorf - Um Schulden zu begleichen, macht Madeleine Schickedanz ihre Immobilien zu Geld. Laut „Bild am Sonntag“ hat die Quelle-Erbin und ehemalige Arcandor-Großaktionärin zwei Schweizer Villen für 47 Millionen Euro verkauft. Wie die Zeitung unter Berufung auf einen Vertrauten Schickedanz’ berichtete, ging die Villa Müstaila in St. Moritz für umgerechnet 37 Millionen Euro weg, für die andere Immobilie strich Madeleine Schickedanz zehn Millionen Euro ein.

Der Verkauf der beiden Häuser gilt der Zeitung zufolge als zweitgrößter Immobiliendeal in der Geschichte von St. Moritz. Das Schweizer Nobelskiressort zählt zu den zehn teuersten Wohnorten der Welt.

Mit dem erlösten Geld wolle Schickedanz ein Darlehen von rund 200 Millionen Euro beim Bankhaus Sal. Oppenheim reduzieren, sagte der Vertraute dem Blatt. Früheren Berichten zufolge ist der Kredit mit Grundschulden auf mehrere Schickedanz-Anwesen – darunter auch ihr Elternhaus im fränkischen Hersbruck – gesichert. Durch den Verkauf von weiteren neun Immobilien in diesem Jahr wolle Schickedanz zu einer gütlichen Einigung mit Sal. Oppenheim kommen.

Die 66-Jährige ist eine der größten Verliererinnen des vergangenen Jahres – finanziell gesehen. Schickedanz zählte noch vor wenigen Jahren mit einem Vermögen von rund 3,8 Milliarden Euro zu den reichsten Menschen in Deutschland. Mit immer neuen Rettungsaktionen versuchte sie in den vergangenen Jahren auch mithilfe von Sal. Oppenheim vergeblich, die Insolvenz des Warenhauskonzerns Arcandor und der Tochter Quelle abzuwehren. Die Tochter des Quelle-Gründers Gustav Schickedanz hatte sich zuvor nie wirklich selbst um ihre Geschäfte gekümmert. HB/AFP

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