Wirtschaft : Quellensteuer: Briten setzen sich zur Wehr

Stand: Auch in Großbritannien gibt es anders als in Deutschland keine Quellensteuer. Wenn ein Deutscher sein Geld in London anlegt und Erträge erwirtschaftet, muss er diese bei seiner Einkommensteuererklärung in Deutschland angeben. Tut er es nicht hinterzieht er Steuern.

Problem: Die Einführung einer Quellensteuer wäre für Großbritannien vor allem deshalb problematisch, da der Finanzplatz London besonders im Handel mit Euro-Bonds von dieser Quellensteuerfreiheit profitiert. Würde diese Quellensteuer erhoben, müsste sie für alle gelten. Das würde manchen Anleger, besonders aus Übersee, aus der Londoner City vertreiben.

Ziel: Die Briten wollen deshalb die Einführung einer einheitlichen Quellensteuer für alle EU-Mitgliedsländer mit aller Macht vermeiden. Denkbar ist für Großbritannien dagegen ein europaweites Informationssystem. So würden etwa Banken in der City den deutschen Finanzämtern melden, welche Kapitalerträge Deutsche erzielt haben. bir

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