Wirtschaft : Qwest will neu rechnen

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AUS DEN UNTERNEHMEN

Der neue Chef des US-Telefonkonzerns Qwest, Richard Notebaert, erwägt eine Neuberechnung der Geschäftsergebnisse des Jahres 2001. Dadurch könnten mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz entfallen. Qwest Communications International Inc., die viertgrößte amerikanische Ferngesprächsfirma mit Stationen in 14 US-Bundesstaaten im Westen der USA, ist hochverschuldet. Qwest wird von der US- Wertpapier- und Börsenbehörde SEC untersucht. Das US-Justizministerium hat eine strafrechtliche Untersuchung gegen Qwest eingeleitet. dpa

Schering kann Leukine kaufen

Die amerikanische Kartellbehörde FTC (Federal Trade Commission) hat dem Branchenführer unter den Biotechnologieunternehmen Amgen den Kauf des US-Konkurrenten Immunex für knapp elf Milliarden Dollar mit Auflagen gebilligt. Im Rahmen einer Vergleichsvereinbarung zur Behebung der FTC-Wettbewerbsbedenken müssen die Unternehmen das Immunex-Krebsmedikament Leukine an die deutsche Schering AG verkaufen. Sie müssen auch Lizenzen für andere Wirkstoffe an die Firmen Serono und Regeneron Pharmaceuticals vergeben. dpa

Kritik an Babcock

Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller hat den Aufsichtsrat von Babcock Borsig heftig kritisiert. Im Gespräch mit dem Handelsblatt sprach er von „Misswirtschaft" und „erheblichen unternehmerischen Fehlentscheidungen" bei Babcock, die leider vom Aufsichtsrat über Jahre begleitet worden seien. Vorsitzender dieses Gremiums ist Friedel Neuber, Ex-Chef der WestLB. Müller wehrte sich zugleich gegen die Vorwürfe von IG-Metall-Chef Klaus Zwickel, die Gläubigerbanken des Maschinenbau-Konzerns hätten ohne soziales Gewissen gehandelt. HB

Hyundai steigert Zulassungen

Der koreanische Autohersteller Hyundai hat seinen Absatz in Deutschland im ersten Halbjahr um 37 Prozent gesteigert. Bis Ende Juni wurden 14 329 Fahrzeuge zugelassen, teilte der deutsche Importeur Hyundai Motor Deutschland GmbH am Samstag in Neckarsulm mit. Das Ziel für das Gesamtjahr liege bei 28 000 Fahrzeugen. Geschäftsführer Karl-Heinz Engels meinte: „Das Image eines Billig-Anbieters haben wir hinter uns gelassen.“ dpa

Airbus holt Boeing ein

Der europäische Flugzeugbauer Airbus sieht sich nach einer mehrjährigen Aufholjagd auf gleicher Höhe mit dem US-Konkurrenten Boeing. Als er vor vier Jahren an die Spitze des Airbus-Konsortiums getreten sei, habe er sich die Gleichrangigkeit mit Boeing als Ziel gesetzt, sagte Airbus-Chef Noël Forgeard der Tageszeitung „Le Monde“. „Das ist geschafft.“ Airbus wird in diesem Jahr nach eigenen Angaben in der Klasse der Passagierflugzeuge mit mehr als hundert Plätzen ebenso wie Boeing rund 300 Maschinen ausliefern. AFP

Robertson Stevens geschlossen

Die amerikanische Großbank Fleet-Boston Financial schließt ihre einst erfolgreiche Investmentbanktochter Robertson Stephens. Fleet-Boston konnte sich mit einer Robertson-Stephens-Managementgruppe nicht über einen Verkauf an die Mitarbeiter einigen. Deshalb hat sich die siebtgrößte US-Bank für eine Auflösung entschieden. Dies sei „im besten Interesse der Aktionäre“, erklärte die Bank. Robertson Stephens mit Sitz in San Francisco war auf dem Höhepunkt des Internetbooms einer der wichtigsten Mitspieler. dpa

Eurowings plant Billigflüge

Die Billigfluggesellschaften in Deutschland bekommen Konkurrenz von Eurowings. Die Regional-Airline plane den Einstieg in den Niedrigpreismarkt, berichteten die Fachzeitschrift „Touristik Report“ und das Nachrichtenmagazin „Focus“. Laut „Touristik Report“ will Eurowings, an der die Lufthansa 24,9 Prozent hält, im November von Köln aus Billigflüge zu europäischen Zielen starten. Dafür sollten fünf Airbus A 319 von der Lufthansa-Karstadt-Tochter Thomas Cook gekauft werden. Eurowings wollte die Berichte nicht kommentieren. dpa

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