RAG : Bonse-Geuking "ausgezeichnete Wahl"

Der Essener RAG-Konzern hat die am Vorabend erzielte Einigung im Kohlestreit begrüßt.

EssenDer Essener RAG-Konzern hat die am Vorabend erzielte Einigung im Kohlestreit begrüßt. Das geplante Stiftungsmodell könne jetzt schnell umgesetzt werden, sagte eine Sprecherin. Bei den ausgewählten Kandidaten für den Stiftungsvorstand handele es sich um eine "ausgezeichnete Wahl".

Chef der so genannten Kohle-Stiftung soll der frühere BP-Manager Wilhelm Bonse-Geuking werden. Dem Stiftungsvorstand sollen daneben Ex-Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) und der Arbeitsdirektor der RAG, Ulrich Weber, angehören. Darauf hatte sich die Bundesregierung mit den Bergbau-Ländern Nordrhein-Westfalen und Saarland sowie den Gewerkschaften verständigt. Die Union hatte verhindert, dass der von der SPD favorisierte RAG-Chef Werner Müller den Posten bekommt.

Die Stiftung soll noch in diesem Monat gegründet werden und bis Mitte nächsten Jahres die profitablen Sparten des Essener RAG-Konzerns an die Börse bringen. Mit dem Milliardenerlös sollen in den nächsten Jahrzehnten die Bergschäden im Ruhrgebiet und die Pensionen der Kumpel finanziert werden. Zuvor hatten sich in diesem Frühjahr Bund und Länder darauf geeinigt, dass 2018 die letzte Steinkohle-Zeche geschlossen wird. Der Bundestag kann diese Entscheidung im Jahr 2012 noch einmal überprüfen. (mit dpa)

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