Raiffeisenbank-Studie : Bundesbürger sparen mehr

Sparen liegt bei den Deutschen weiter im Trend: Im vergangenen Jahr haben die Bundesbürger im Vergleich zum Vorjahr drei Prozent mehr gespart und insgesamt 159 Milliarden Euro auf die hohe Kante gelegt.

Berlin - Das ergab eine Studie des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Im Durchschnitt verfügte jeder Bundesbürger nach den verfügbaren Daten aus dem Jahr 2004 über ein Nettogeldvermögen von 30.400 Euro. Beim Sparen liegen die Deutschen dennoch europaweit nur im Mittelfeld. Mit 57.000 Euro pro Kopf haben die Belgier das höchste Nettogeldvermögen in Europa, gefolgt von den Niederländern, Briten und Italienern.

Insgesamt verfügten die privaten Haushalte in Deutschland im vergangenen Jahr über Anlagemittel in Höhe von 174 Milliarden Euro. Hierzu zählen neben dem Ersparten unter anderem staatliche Zuschüsse wie die Eigenheimzulage. Anlagen bei Versicherungen blieben die Nummer Eins. Sie fielen 2005 mit 52 Milliarden Euro noch etwas höher aus als im guten Versicherungsjahr 2004. Von jedem angelegten Euro flossen damit 38 Cent in Versicherungsanlagen. Die Studie erklärt dies mit dem kräftig steigenden Interesse der Bundesbürger an Riesterprodukten und mit hohem Absatz von Lebensversicherungen aus dem Jahr 2004, der im vergangenen Jahr zum Tragen kam.

Auch die Anlagen in Wertpapiere stiegen 2005 um 30 Milliarden Euro. Von jedem gesparten Euro wanderte damit mehr als ein Fünftel in Wertpapieranlagen. Insgesamt 44 Milliarden Euro legten die Deutschen auf Bankguthaben. (tso/AFP)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben