Wirtschaft : Ravensburger verdient spielend mehr Geld

STUTTGART (ajo/HB).Die Ravensburger AG, Ravensburg, hofft, den Vertrag zur im Mai angekündigten Übernahme des französischen Spieleherstellers Jeux Nathan, Paris, in den nächsten Tagen zu unterzeichnen.Zusammen mit Nathan käme Ravensburger unter die fünf größten Spieleanbieter in Frankreich.Die Akquisition des französischen Spieleunternehmens, das vergangenes Jahr einen Umsatz von knapp 100 Mill.DM erzielte, bezeichnete Vorstandsmitglied Erhard Pohle als größte in der Geschichte von Ravensburger.

Neue Aktivitäten wie der Aufbau der Puzzle-Produktion in Chalons-sur-Saone, der Freizeitpark "Ravensburger Spieleland" und die neuen interaktiven Medien "hätten an der Marge gekratzt", räumte Pohle ein.So ging die Umsatzrendite vor Steuern seit 1993 von 9,2 auf 4,4 Prozent im Jahr 1997 zurück.

Für 1998 prognostizierte Pohle ohne Jeux Nathan ein Umsatzwachstum von rund acht Prozent.Die Umsatzzuwächse sollen aus dem Ausbau der Auslandsmärkte und durch die neuen Geschäftsfelder wie Spieleland und neue Produktserien erzielt werden.Dazu gehören Lerncomputer und dreidimensionale Puzzles.Beim im April eröffneten Spieleland erwartet Pohle für 1998 bereits rund 300 000 Besucher.Die Gewinnzone werde bei 350 000 bis 400 000 Besuchern erreicht.

Im vergangenen Jahr konnte die Ravensburger Gruppe den konsoliderten Umsatz um drei Prozent auf 487 Mill.DM steigern.Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit blieb mit 21,5 Mill.DM um 0,4 Prozent unter dem Vorjahr.Der Jahresüberschuß stieg auf 15,6 (10,5) Mill.DM.

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