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Reaktion auf Importstopp : Supermarktkette in Russland verkleinert Sortiment

Nach den von Wladimir Putin per Dekret verhängten Stopps von Importen aus Europa und den USA, reagiert der russische Einzelhandel. Die Kette Auchan wird vorerst ein kleineres Warensortiment anbieten.

Vinzenz Greiner
In den 200 Groß- und Kleinsupermärkten der Kette Auchan in Russland soll sich das Sortiment aufgrund der Importverbote vorerst verkleinern.
In den 200 Groß- und Kleinsupermärkten der Kette Auchan in Russland soll sich das Sortiment aufgrund der Importverbote vorerst...Foto: dpa

Die französische Einzelhandelskette Auchan wird in ihren russischen Supermärkten künftig weniger Waren anbieten. Das Unternehmen reagiert damit auf den am Donnerstag von der russischen Regierung verhängten Importstopp von Lebensmitteln aus Europa und den USA. „Wir werden die durch das Einfuhrverbot betroffenen Produkte wie beispielsweise Schweine- oder Rindfleisch nicht durch Importe aus anderen Ländern ersetzen“, sagte eine Konzernsprecherin in Moskau dem Tagesspiegel am Freitag. „Das Sortiment wird sich vorerst entsprechend verkleinern“, fügte sie hinzu.

Das Unternehmen gehört zu den drei größten Einzelhandelsketten in Russland. Dort betreibt es 78 Großsupermärkte (Hypermärkte), 122 Supermärkte und 34 Einkaufszentren. Insgesamt arbeiten für das Unternehmen dort etwa 37 000 Menschen – mehr Mitarbeiter hat Auchan nur im Heimatland Frankreich. Die beiden marktführenden Ketten Magnit und X5 waren am Freitag für Stellungnahmen nicht zu erreichen.

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