RECHTS Frage : an Susanne Meunier Stiftung Warentest (Finanztest)

Was ist die beste Riester-Variante?

an Susanne Meunier

Ich habe gehört, Banksparpläne seien die beste Riester-Variante. Stimmt das?

Die Riester-Förderung aus Zulagen und Steuervorteilen ist für alle Produktarten – Riester-Fondssparplan, Riester-Banksparplan, Riester-Bausparvertrag und Riester-Rentenversicherung – gleich. Für alle Vertragsarten gilt außerdem, dass zu Rentenbeginn mindestens die eingezahlten Beiträge plus Zulagen für die Verrentung zur Verfügung stehen müssen. Ein Verlust ist also nirgendwo möglich. Die Förderung kann auch für die seit 2009 angebotenen Riester-Darlehen genutzt werden, mit denen eine selbst genutzte Immobilie finanziert wird.

Die Riester-Grundzulage beläuft sich auf 154 Euro pro Jahr, für jedes Kind, für das es Kindergeld gibt, kann ein Elternteil 185 Euro dazubekommen, für ab 2008 geborene Kinder sogar 300 Euro. Der Beitrag kann außerdem von der Steuer abgesetzt werden.

Am größten ist das Angebot an Riester-Rentenversicherungen, klassisch oder als fondsgebundene Variante. Riesterfähige Bank- und Riester-Fondssparpläne sind im Vergleich dazu rar. Bei den Banksparplänen halten sich viele Kreditinstitute generell zurück, so dass nicht jeder Interessent bei seiner Hausbank einen solchen Vertrag abschließen kann. Das sollte ihn nicht davon abhalten, beim Riestern auf einen Banksparplan zu setzen. Dann geht er eben speziell für dieses Produkt zu einer anderen Bank.

Bei Riester-Banksparplänen ist auch während der gesamten Laufzeit ein Plus bei der Ertragsentwicklung sicher. Die ausgebende Bank sagt eine Verzinsung zu, die sich allerdings mit dem allgemeinen Zinsniveau bewegen kann. Sparer, die vielleicht später eine Immobilie finanzieren wollen, können sich dennoch sicher sein, dass sie für einen Hauskauf in vollem Umfang auf ihr eingezahltes Geld einschließlich Erträgen und Förderung zurückgreifen könnten. Das bieten ihnen aber auch die inzwischen angebotenen Riester-Bausparverträge.

Für Riester-Einsteiger jenseits der 50 Jahre ist ein Banksparplan immer erste Wahl. Ältere haben keine Zeit mehr, hohe Abschlusskosten, die bei Riester-Rentenversicherungen üblich sind, bis Rentenbeginn mit guten Erträgen herauszuholen oder mögliche Kursverluste, die es bei Riester-Fondssparplänen geben kann, auszugleichen.

Junge Leute, die keine Immobilienfinanzierung im Kopf haben, liegen meist mit einem Riester-Fondssparplan richtig. Hier können sie die höheren Renditechancen eines Börseninvestments nutzen.

Für Menschen um die 40, 45 Jahre, die regelmäßig verdienen, kommen auch die Riester-Rentenpolicen der Lebensversicherer infrage, aber nur in klassischer Form mit garantierter Verzinsung. Die angebotenen Riester-Fondspolicen sind fast alle teuer und haben meist eine schwache Fondsauswahl im Programm. Ein Angebotsvergleich ist immer sinnvoll. Finanztest untersucht die Riester-Angebote regelmäßig. Die Ergebnisse findet man auch im Internet unter www.test.de.

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