RECHTS Frage : Jobben ohne Abzüge?

Ich studiere noch und möchte die Semesterferien nutzen, um zu jobben. Abzüge will ich vermeiden. Was muss ich beachten? Eine Rechtsfrage an Ulrich Theil, Deutsche Rentenversicherung Bund.

An Ulrich Theil

Bei diesen Vorgaben bietet sich für Sie ein befristeter Aushilfsjob an. Wichtig ist dabei, dass diese Beschäftigung bereits von Beginn an auf höchstens zwei Monate oder 50 Arbeitstage im Kalenderjahr befristet sein muss. Diese kurzfristige Beschäftigung ist dann sozialabgabenfrei, das heißt Beiträge zur Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung fallen für Sie und Ihren Arbeitgeber nicht an. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei der sozialversicherungsrechtlichen Beurteilung die Höhe Ihres Verdienstes keine Rolle spielt. Ganz brutto für netto ist der Verdienst aber dennoch nicht, denn Lohnsteuer müssen Sie zahlen.

Sie sollten noch wissen, dass mehrere kurzfristige Aushilfsjobs zusammengerechnet werden. Es kommt dann zur Versicherungspflicht in der Sozialversicherung, sobald die obige Zeitgrenze überschritten wird. Arbeiten Sie allerdings, wie von Ihnen beabsichtigt, ausschließlich in den Semesterferien und dauert Ihr Aushilfsjob länger als geplant, werden Sie nur rentenversicherungspflichtig. Sie müssen hingegen keine Beiträge zu den anderen Zweigen der Sozialversicherungen zahlen.

Übrigens brauchen Sie auch in diesem Fall dann keine Beiträge zur Rentenversicherung zu zahlen, wenn Ihr monatlicher Verdienst nicht mehr als 400 Euro beträgt. Ihr Aushilfsjob wird dann als geringfügig entlohnte Beschäftigung (Minijob) gewertet. Er ist für Sie völlig abgabenfrei. Nur Ihr Arbeitgeber muss bestimmte Pauschalbeträge entrichten. Das ist aber seine Sache, und Sie müssen sich nicht darum kümmern.

Einen guten Überblick über die sozialversicherungsrechtlichen Regelungen bei Studentenjobs gibt das Faltblatt der Deutschen Rentenversicherung: „Tipps für Studenten: Jobben und Studieren“. Sie finden es auch abrufbar im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung.de.

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