Regeln beim Versand : Wie Weihnachtsgeschenke rechtzeitig ankommen

Viele Anbieter, viele unterschiedliche Preise: Weihnachtsgeschenke zu verschicken ist gar nicht so leicht. Vor allem dann nicht, wenn der Beschenkte weit entfernt wohnt. Ein Überblick über zeitliche Limits und Preise.

Manuel Vering
Ungewöhnliche Wege: Weihnachtsmänner müssen erfinderisch sein, um alle Geschenke pünktlich auszuliefern. In Brandenburg bringen sie die Präsente notfalls mit der Draisine. Paketdienste machen weniger Aufhebens. Sie liefern per Auto. Foto: dpa/pa
Ungewöhnliche Wege: Weihnachtsmänner müssen erfinderisch sein, um alle Geschenke pünktlich auszuliefern. In Brandenburg bringen...Foto: picture alliance / dpa

Weihnachten ohne Geschenke – eine schreckliche Vorstellung! Doch genau das kann passieren, wenn der Beschenkte nicht am selben Ort wohnt, sondern weit entfernt. Denn dann sollte man sich rechtzeitig darum kümmern, wie und wann das Geschenk auf den Weg gebracht werden muss. In einigen Fällen ist es fast schon zu spät: Wenn der Nachwuchs gerade ein Auslandsjahr macht – beispielsweise in den USA – und pünktlich zum Weihnachtsfest beschenkt werden soll, wird es bei einigen Anbietern bereits problematisch.

Bei DHL konnten Pakete, die noch vor Weihnachten in Länder außerhalb Europas gehen sollten, bis zum 5. Dezember versandt werden. Aber es ist noch nicht zu spät, denn auch für Sonderfälle gibt es noch Alternativen. Cargo International etwa verspricht eine Lieferzeit von zwei Tagen – auch in die USA.

In Deutschland kein Grund zur Eile

Innerhalb Deutschlands gibt es dagegen keinen Grund zur Eile. Bei DHL kann noch bis zum Vorweihnachtstag eingekauft werden – vorausgesetzt man schafft es bis um zehn Uhr morgens zur Paketannahme. Wer die Zeit hat zu vergleichen, sollte das auch tun, denn hier gilt: Paket ist nicht gleich Paket. Während bei allen Anbietern die Maße eine wichtige Rolle spielen, geht das Gewicht teilweise nicht in die Kostenberechnung mit ein. Bei Hermes, DPD, Cargo International und GLS ist der Preis für das Paket nur von der Größe abhängig. Wer Schweres verschicken will, sollte einen dieser Versender wählen.

Ein normales Paket, das bis zu fünf Kilo wiegt mit den Maßen 35 mal 25 mal 15 Zentimeter, kostet bei DPD 4,30 Euro und ist bis 500 Euro versichert. In diesem Segment ist nur das Päckchen von DHL günstiger, das zwar nur 4,10 Euro kostet, dafür aber unversichert ist. Besonders komfortabel ist der Abhol-Service, den alle verglichenen Paketdienste anbieten. Die Mehrkosten für den Service liegen – je nach Gewicht und Maßen – zwischen 2,70 und 11,90 Euro. Bei Cargo International und Der Courier ist die Abholung bereits im Preis enthalten. Der günstigste und komfortabelste Weg Pakete zu verschicken ist, den Paketschein bereits vorher am Computer auszufüllen, ihn auszudrucken und an das Paket zu kleben. Damit spart man bei DHL einen Euro pro Paket. Das gilt nicht nur für den Versand innerhalb Deutschlands, sondern auch darüber hinaus.

Anderes Limit für Versand ins Ausland

Wer zu Weihnachten ein Paket innerhalb Europas versendet, hat noch etwa eine Woche Zeit. Bei GLS können Pakete, die in andere europäische Länder gehen, noch bis zum 17. Dezember abgegeben werden. Man zahlt für ein Standardpaket mit den Maßen 40 mal 25 mal 15 Zentimeter zwischen 15,90 für ein Paket in einige der deutschen Nachbarländer und 43,10 Euro ins Baltikum. DHL verlangt für das gleiche Paket 17 Euro – egal ob Nachbarland oder Baltikum. Allerdings muss es bereits bis zu diesem Mittwoch abgegeben worden sein. Bei DPD kommt es auf das Land an, es wird aber eine pünktliche Lieferung zugesichert, wenn die Pakete zwischen dem 11. und 18. Dezember abgegeben werden.

Da es für den Standardversand der DHL bereits zu spät ist, kann bei der Post-Tochter nur noch der Expressversand für pünktliche Lieferung zu Weihnachten sorgen. So können fünf Kilo schwere Standardpakete für 170 Euro in die USA geflogen werden – 155 Euro teurer als der Standardversand. Knapp 330 Euro kostet das Last-Minute-Paket für Abenteurer in Australien oder Brasilien. Bei wem das Fest der Liebe keinen Preis kennt, kann sich mit dem Versenden des Express-Pakets bis zum 19. Dezember Zeit lassen. Eine echte Alternative zur voll ausgelasteten DHL bietet Cargo International und verlangt für das gleiche Angebot von 87,28 bis 146,60 Euro.

Zeitliche Reserven einplanen

Um sicherzugehen, dass versendete Pakete pünktlich ankommen, sollte man zeitliche Reserven einplanen. Schlechte Witterungsbedingungen können in der Weihnachtszeit den Versand verzögern. Außerdem ist es besonders wichtig, dass die Weihnachtsgeschenke gut verpackt werden. Hohlräume sollten mit Styropor oder Luftpolsterfolie ausgefüllt werden. Das Postkundenforum empfiehlt, ein Paket so zu polstern, dass es aus einer Höhe von 80 Zentimetern herunterfallen kann, ohne dabei Schaden zu nehmen. Für Pakete gibt es nach oben hin kaum Grenzen. So verschickt DHL innerhalb Deutschlands Pakete mit einem Gewicht von bis zu 100 Kilo und vier Kubikmetern Inhalt. Schöne Bescherung.

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