Wirtschaft : Regierung erwartet mehr Wachstum

Dieses Jahr sind bis zu 2,5 Prozent möglich

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Berlin - Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wird nach Einschätzung der Bundesregierung in diesem Jahr um zwei bis 2,5 Prozent wachsen. Innerhalb dieser Spanne werde die neue Prognose liegen, die Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) am kommenden Freitag bekannt geben werde, sagte eine Sprecherin seines Hauses am Montag dieser Zeitung. Meldungen, wonach die Prognose spitz gerechnet bei 2,4 Prozent liegen werde, wollte sie nicht bestätigen. Für 2007 soll das Plus bei etwa 1,5 Prozent liegen, meldete die Agentur Reuters.

Nahezu alle Banken und Wirtschaftsforscher hatten in den vergangenen Wochen ihre Erwartungen auf ein ähnliches Maß angehoben. In seinem Monatsbericht für den Oktober erklärte das Ministerium, der Aufschwung habe weiter an Dynamik gewonnen.

Das gewerkschaftsnahe Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) warnte, die Finanzpolitik werde das Wachstum im kommenden Jahr auf 1,3 Prozent stark abbremsen. „Es wird keine Delle, sondern einen ausgewachsenen Blechschaden geben“, sagte IMK-Chef Gustav Horn. Bei einem Verzicht auf die Mehrwertsteuererhöhung wäre ein Wachstum „von drei Prozent minus x“ möglich gewesen. „Der Politik ist eine Etatkonsolidierung offenbar wichtiger als ein selbst tragender Aufschwung“, kritisierte Horn.

Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank, machte für den Wachstumsvorsprung der USA den Mangel an Reformen in Europa verantwortlich. „Das Problem hier ist nicht die Erkenntnis, sondern die Umsetzung.“ brö

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