Wirtschaft : Regierung soll Ausgaben senken

IW kritisiert hohe Staatsquote KÖLN (dpa).Die von der Bundesregierung bis zum Jahr 2000 angestrebte Reduzierung der Staatsquote auf 46 Prozent ist nach Ansicht des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln nicht ohne weiteres zu schaffen.Das Ziel sei nur erreichbar, wenn im Durchschnitt der Jahre 1999/2000 das nominale Bruttoinlandsprodukt um 4,5 Prozent zunehme und der Ausgabenanstieg auf 1,8 Prozent beschränkt werde, erklärte das unternehmernahe Institut am Dienstag.Das ausgabenpolitische Ziel scheine zwar erreichbar zu sein.Die Wachstumserwartungen, die bei der Reduzierung von 48,8 Prozent im Jahre 1997 auf 46 Prozent unterstellt würden, seien allerdings "ausgesprochen zuversichtlich", meinte das IW.Bislang vorliegende Mittelfristprognosen rechneten für die Jahre 1999/2000 mit einem durchschnittlichen Zuwachs des nominalen Bruttioinlandsprodukts von knapp vier Prozent. Bei seinen Bemühungen, die Staatsausgaben zurückzufahren, seien "nur kleine Fortschritte gelungen".Zwar sei die Staatsquote von 50,6 Prozent im Jahr 1995 um 1,8 Punkte auf 48,8 Prozent im Jahr 1997 gesunken.Aber die Hälfte des Rückgangs gehe auf die veränderte Buchung des Kindergeldes zurück.Seit 1996 zahlten nämlich die Arbeitgeber und nicht mehr die Kindergeld-Kassen der Arbeitsämter das Kindergeld aus.

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