Wirtschaft : Regierung stützt Ruhrgas-Tausch

jsn/HB

Die Bundesregierung hat der Essener RAG (früher Ruhrkohle) signalisiert, einem Tauschgeschäft von Ruhrgas-Anteilen gegen Aktien der Chemiefirma Degussa "grundsätzlich positiv gegenüber" zu stehen. Das verlautete aus regierungsnahen Kreisen. In den letzten Tagen haben sich Hinweise verdichtet, dass der Degussa-Mehrheitseigner, die Düsseldorfer Eon AG, bereit ist, sich von seiner Spezial-Chemietochter zu trennen, um sich auf diesem Wege mit den Ruhrgas-Anteilen, die bislang der RAG gehören, die Mehrheit am größten europäischen Ferngaskonzern zu sichern. Das Bundeskartellamt hatte die Ruhrgas-Übernahme untersagt, Eon daraufhin eine Ministererlaubnis beantragt. Die Zustimmung zum Tausch Eon-RAG sei aber nicht als Vorentscheidung für die Ministererlaubnis zu werten, hieß es in Berlin. Die Bundesregierung hat seit dem Kohlenkompromiss von 1997 ein Mitspracherecht bei der RAG und ist wegen der immer noch hohen Kohlesubventionen des Staates daran interessiert, das Unternehmen zu stärken.

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