Wirtschaft : Regierung verteidigt IKB-Rettung Sicherung von weiteren 600 Millionen Euro

Berlin - Die Bundesregierung hat beim Verkauf der krisengeschüttelten Mittelstandsbank IKB weitere 600 Millionen Euro an Risiken abgesichert. Dies teilte eine Sprecherin des Finanzministeriums am Freitag in Berlin mit. Dem Vernehmen nach zahlt der Käufer, der US-amerikanische Finanzinvestor Lone Star, etwas über 100 Millionen Euro für die IKB. Über Details des Vertrages ist grundsätzlich Stillschweigen vereinbart worden. Der Bund erhoffte sich einen Kaufpreis von 800 Millionen Euro. Die Differenz werde von der staatseigenen KfW Bankengruppe abgedeckt, sagte die Sprecherin. Die KfW ist zur Zeit noch Haupteigentümerin der Düsseldorfer Mittelstandsbank. Die IKB hatte sich auf dem amerikanischen Immobilienmarkt verspekuliert.

Nach seinem jüngsten Monatsbericht (August) überwies das Finanzministerium im Juli 1,2 Milliarden Euro an die KfW zugunsten der IKB. Damit sind diese Mittel haushaltswirksam. Insgesamt wurden zur Rettung der IKB von KfW, Bund und Banken inzwischen mehr als zehn Milliarden Euro aufgebracht.

Die Bundesregierung verteidigte die Rettungsaktion. Der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg erinnerte daran, sowohl Bundesregierung als auch die Finanzaufsicht BaFin und die Bundesbank hätten im Fall einer Insolvenz vor unabsehbaren Folgen für den Finanzplatz Deutschland gewarnt. dpa

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