Wirtschaft : Regulierer untersagt Telekom Preissenkung

DÜSSELDORF (dri/HB/ADN).Die Telekom darf ihre Ortstarife zwischen 21 und 6 Uhr nicht wie geplant auf drei Pfennig pro Minute senken.Dieser Preis wäre nach Auffassung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RTP) bereits im Bereich des Dumpings, wie das Handelsblatt aus gut informierten Kreisen erfahren hat.Offiziell wird RTP-Präsident Klaus-Dieter Scheurle am heutigen Dienstag verkünden, daß er erstmals in Deutschland eine Preissenkung verbietet.Genehmigt wird dagegen der Preis von sechs Pfennig pro Minute für Ferngespräche zwischen 21 und 6 Uhr.

Gestern kündigte die Telekom Preissenkungen auch für Telefonate ins Ausland an.Danach soll für Gespräche in alle EU-Staaten und nach Ungarn, Polen und Tschechien rund um die Uhr ein Preis von 48 Pfennig pro Minute gelten.Derzeit kostet der Anruf aus Deutschland nach Ungarn tagsüber 1,08 DM, abends 0,96 DM je Minute.Allerdings müssen die neuen Tarife erst noch von der RTP genehmigt werden.Tarifsenkungen hat auch die Telekom-Mobilfunktochter T-Mobil angekündigt.Ab Sommer soll eine Handy-Verbindung aus den Euro-Teilnehmerländern nach Deutschland einen Euro pro Minute kosten.Damit würden aus vielen Ländern die Gespräche nach Deutschland "deutlich günstiger".

Auch bei den Konkurrenten der Telekom fallen die Preise weiter: Teldafax reduziert die Gesprächskosten vom Festnetz in alle Mobilfunknetze auf 48 Pfennig die Minute rund um die Uhr.Mit Gebührensenkungen fürs Internet locken Arcor und Viag Interkom.Arcor-Internet by Call kostet ab April rund um die Uhr nur noch sechs Pfennig in der Minute.Viag Interkom reduziert am 1.Mai den Tarif für den Internet-Dienst planet-interkom auf sechs Pfennig pro Minute.Telepassport erweitert seine Telefondienste um ein Internet-Angebot.Das Surfen im Netz koste rund um die Uhr acht Pfennig in der Minute, Ferngespräche zwölf Pfennig, Gespräche in die Mobilnetze 48 Pfennig.

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