Wirtschaft : Reifenhersteller erhöht Dividende - Wachstum auch in 2000

Die Continental AG bleibt auf Wachstumskurs. Der Reifenhersteller und Autozulieferer hat 1999 zum sechsten Mal in Folge Umsatz und Gewinn erheblich gesteigert. Auch für 2000 erwartet Continental-Chef Stephan Kessel eine erneute Verbesserung. Der seit Juni 1999 amtierende Vorstandschef knüpft damit nahtlos an die Erfolge seines Vorgängers Hubertus von Grünberg an. Seinen Aktionären kündigte Kessel für 1999 eine höhere Dividende an, verbunden mit der Hoffnung, dass der aus Conti-Sicht völlig unterbewerte Börsenkurs des Unternehmens endlich einmal steigen möge.

Wie Continental mitteilte, lag der Ertrag vor Steuern und Zinsen mit fast einer Milliarde Mark um 34 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Ebenso stieg der Umsatz um rund 35 Prozent auf 17,8 Milliarden Mark, mit einem wachsenden Anteil der Zuliefersparte Automotive. Der Reingewinn kletterte um fast 70 Prozent auf 469 Millionen Mark. Die Dividende soll sich deshalb um fünf Cent auf 46 Cent je Stückaktie erhöhen.

Weltweit steigerte Continental die Produktion bei Pkw- wie bei Nutzfahrzeugreifen je nach Region um sechs bis 13 Prozent. 86 Millionen Pkw-Reifen und gut sechs Millionen Lkw-Reifen wurden verkauft. Erstmals voll in die Bilanz einbezogen wurde die Tochter Continental Teves mit einem Umsatz von allein fast 4,8 Milliarden Mark. Dabei schlug vor allem der Verkauf von 400 000 Einheiten des elektronischen Stabilitätsprogramms Esp zu Buche. Die Zahl der Mitarbeiter ging leicht auf 62 155 (Vorjahr: 62 357) zurück.

Für 2000 ist Kessel optimistisch. Er erwarte erneut eine Verbesserung, sagte er in Hannover. Dabei wolle Continental weiter selbstständig bleiben und seine Selbstständigkeit durch eigenes Wachstum und den Umbau zu einem führenden Autozulieferer sichern.

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