Wirtschaft : Reifenhersteller Pneumant rollt in die Gewinnzone

Hundert neue Arbeitsplätze im brandenburgischen Fürstenwalde BERLIN (ssg).Erfolgsgeschichten werden gerne erzählt.Bei der Vorstellung der Bilanz des Reifenherstellers Pneumant war dem kaufmännischen Geschäftsführer, Rainer Schieben, der Stolz auf das Geleistete anzusehen."Wir sind eines der wenigen geglückten Privatisierungsobjekte in Ostdeutschland", stellte er gleich zweimal heraus. Erfolg bedeutet für jeden etwas anderes.Für das ehemalige DDR-Traditionsunternehmen mit Sitz in Fürstenwalde bedeutet es, daß es im Geschäftsjahr 1997 durch beachtliche Zuwachsraten erstmals aus der Verlustzone herauskam.Der Reifenhersteller, der seit 1995 zur Dunlop GmbH gehört, steigerte seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 31 Prozent auf 197 Mill.DM und wies dabei erstmals einen Gewinn von 1,5 Mill.Mark vor Steuern aus.Für 1998 wird erneut eine Umsatzsteigerung von mehr als 30 Prozent auf 268 Mill.DM erwartet.Nach einem sehr guten ersten Quartal wurde die Gewinnprognose für dieses Jahr von sechs auf zehn Mio.DM erhöht. Bis zum Jahr 2000 soll der Marktanteil bei Ersatz-Sommerreifen von drei auf fünf Prozent steigen, bei den Winterreifen sind die fünf Prozent schon jetzt erreicht.Dabei gibt es ein deutliches Gefälle zwischen alten und neuen Bundesländern: In den neuen Bundesländern ist Pneumant bei den Ersatzreifen mit einem Marktanteil von rund 20 Prozent Marktführer.Insgesamt seien im vergangenen Jahr fast drei Millionen Reifen der Marken Pneumant und Dunlop aus den Werken im brandenburgischen Fürstenwalde und im sächsischen Riesa gerollt.In diesem Jahr sollen es vier Millionen werden. Rund ein Viertel der Pneumant-Reifen werden exportiert, etwa zehn Prozent davon gehen nach Osteuropa, der Hauptteil aber nach Westeuropa.Der Exportanteil soll in diesem Jahr auf 30 Prozent steigen.Zum Thema Arbeitsplätze gibt es ebenfalls gute Neuigkeiten aus Fürstenwalde: Im dortigen Werk wurden im vergangenen Jahr 100 neue Arbeitsplätze geschaffen, in diesem Jahr sollen 30 bis 40 weitere dazukommen.Insgesamt beschäftigen die Werke in Riesa und Fürstenwalde zur Zeit 799 Mitarbeiter.Das Lohnniveau liegt bei 80 Prozent des Westniveaus, kann aber durch Erfolgsprämien aufgestockt werden.Im Werk Riesa sind die Umstrukturierungen weitgehend abgeschlossen, in Fürstenwalde sollen in diesem Jahr noch von 65 Mill.DM investiert werden.Dort sollen 1998 rund 1,6 Millionen Reifen produziert werden.Spätestens 1999 soll durch moderne Produktions- und Managementmethoden westdeutsches Produktivitätsniveau erreicht werden.1997 habe Fürstenwalde noch einen Verlust von acht Mill.DM gemacht, Riesa hatte einen Gewinn von zehn Mill.DM erwirtschaftet.In diesem Jahr wird auch in Fürstenwalde ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet.

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