Reiseversicherungen : Welche Policen etwas taugen – und welche nicht

Im Urlaub kann man sich gegen alle Eventualitäten absichern, doch nicht jede Reiseversicherung ist sinnvoll.

VERSICHERUNGSPAKETE

Von „All-inclusive“-Paketen etwa raten Verbraucherschützer ab. „Ein separater Einzelvertrag ist einer Kombinationslösung immer vorzuziehen“, sagt Timo Voss vom Bund der Versicherten. Denn in den Paketen stecken oft Versicherungen, die unnötig sind – wie die Reisehaftpflichtversicherung. Denn auch die normale Haftpflichtversicherung haftet in der Regel im Ausland.

KRANKENVERSICHERUNG

„Die Auslandsreisekrankenversicherung ist die einzig wirklich wichtige Reiseversicherung“, betont Timo Voss. Wichtig ist sie vor allem bei Fernreisen. Doch selbst innerhalb Europas zahlt die Kasse nur die im Gastland übliche Behandlung, und die fällt oft bescheidener aus als in Deutschland. Zudem steht die private Versicherung für einen notwendigen Rücktransport ein, den keine Kasse übernimmt. Auch für Privatversicherte kann der Zusatz sinnvoll

sein. Gute Jahrespolicen sind schon für weniger als zehn Euro pro Versichertem zu haben.

REISERÜCKTRITT

Die teure Reise auf die Malediven war schon lange geplant, doch dann wird man kurz vor Reiseantritt krank. Wer dann nicht auf den Stornogebühren sitzen bleiben will, braucht eine Reiserücktrittskostenversicherung. Diese Versicherungen kann man im Reisebüro oder im Internet zusammen mit der Reisebuchung abschließen – geschehen muss das acht bis 14 Tage nach der Urlaubsbuchung. Die Versicherung springt nicht nur bei Krankheit ein, sondern auch bei einer Schwangerschaft, die eine Reise verhindert, und bei einer Impfunverträglichkeit. Viele Versicherungen übernehmen die Stornogebühren auch dann, wenn man die Reise wegen einer neuen Arbeit nicht antreten kann. Als wichtige Rücktrittsgründe gelten auch plötzliche Unfälle, Krankheiten, der Tod von Mitreisenden und Angehörigen oder ein Brand. Die Police kostet bei einem Reisepreis von 1500 Euro pro Person zwischen 30 und 40 Euro.

REISEABBRUCH

Soll der Abbruch eines Urlaubs während der Reise mitversichert werden, fallen höhere Kosten an. Die bereits am Urlaubsort verbrachten Tage muss man dennoch meist selbst zahlen. Die Reiseabbruchversicherung springt auch ein, wenn man gezwungen ist, länger als vorgesehen am Urlaubsort zu bleiben. sip/dpa

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