Wirtschaft : Rekordergebnis im Geschäftsjahr 1999 - Jahresüberschuss stieg um 76 Prozent - Dividendenerhöhung

Die Finanznöte der öffentlichen Hände in Deutschland und Europa haben die Kassen der Deutschen Pfandbrief Bank AG (Depfa) kräftig gefüllt. Die Wiesbadener Spezialbank für Staats- und Immobilienfinanzierungen erzielte 1999 mit einem Jahresüberschuss von 276,6 Millionen Euro (rund 541 Millionen Mark) ein neues Rekordergebnis. Dies war ein Zuwachs von 76,3 Prozent, teilte die Depfa am Dienstag in Wiesbaden mit. Die Aktionäre sollen mit einer Dividendenerhöhung von 13 Cent auf einen Euro je Aktie profitieren.

Angesichts der glänzenden Ertragslage schlägt die Depfa für 2000 jedoch etwas bescheidenere Töne an. "Wenn wir in diesem Jahr unser Ergebnis noch einmal leicht verbessern, dann sind wir schon sehr gut", sagte Depfa-Sprecher Hanno Strube. Das Institut zähle mit einer Eigenkapitalverzinsung von 28,4 Prozent in 1999 zu den profitabelsten Banken in Deutschland.

Kräftig zulegen konnte die Depfa bei Staatsfinanzierungen. Der Bestand im Finanzierungsgeschäft von Staaten, Bundesländern und regionalen Gebietskörperschaften erhöhte sich 1999 um 22,9 Prozent auf rund 106 Milliarden Euro. Vor allem das internationale Geschäft in Europa trug zu dem Anstieg bei. "Inzwischen expandieren wir auch mehr in Japan und den USA", erläuterte Strube. Mit einem Plus von 52,8 Prozent auf 56,1 Milliarden Euro hat die ausländische Kundschaft am Geschäftsvolumen inzwischen einen höheren Anteil als die deutsche.

Auch das zweite wichtige Standbein - die Immobilienfinanzierung - konnte weiter zulegen. In dieser Sparte stieg das Volumen um 12,6 Prozent auf 21,5 Milliarden Euro. Das internationale Geschäft erhöhte sich dabei überproportional um 63,9 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wurde um mehr als die Hälfte auf 62 Millionen Euro zurückgeschraubt. Deutlich positiv entwickelte sich auch der Zinsüberschuss, der um 48,2 Prozent auf 708,2 Millionen Euro stieg. Das Handelsergebnis verbesserte sich um 20,4 Prozent auf 53,8 Millionen Euro.

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