Wirtschaft : Rekordergebnis im vergangenen Jahr - Auch Südostasien-Geschäft wurde bereinigt

Die Bayerische Landesbank, München hat im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis erzielt. Der Jahresüberschuss kletterte nach vorläufigen Zahlen um 58 Prozent auf fast eine Milliarde Mark. Auch das Südostasien-Geschäft werde mit über 300 Millionen Mark einen deutlichen Beitrag zum Ergebnis leisten, erklärte Vorstandsvorsitzender Alfred Lehner am Montag abend in München vor der Presse. Die Landesbank war wegen Probleme in Südostasien in die Schlagzeilen geraten. Das Thema sei bereits mit den Wertberichtigungen 1997 und 1998 in Höhe von insgesamt 1,3 Milliarden Mark bilanziell vollständig verarbeitet worden, bekräftigte Lehner. Auch wegen der bayerischen LWS-Immobilienaffäre habe die Landesbank im vergangenen Jahr heftigen Gegenwind in den Medien bekommen, obwohl das Institut nur Minderheitsgesellschafter sei.

Der kräftige Gewinnanstieg resultierte aus einem verbesserten operativen Ergebnis, einer deutlich verringerten Risikovorsorge und einer um ein Drittel gesunkenen Steuerbelastung, erklärte Lehner. Der Zinsüberschuss stieg um 17 Prozent auf rund 3,3 Milliarden Mark. Die Konzern-Bilanzsumme wuchs um rund 15 Prozent auf 548 Milliarden Mark (rund 280 Milliarden Euro).

Die gesamte Kreditrisikovorsorge der Bayerischen Landesbank sank den vorläufigen Zahlen zufolge im vergangenen Jahr um rund ein Drittel auf 978 Millionen Mark, wobei diese Wertberichtigungen vorwiegend aus dem Kreditgeschäft im Inland stammten. Auch der Fall des Baukonzerns Philipp Holzmann sei darin enthalten, sagte Finanzvorstand Peter Kahn ohne konkrete Zahlen zu nennen.

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