Wirtschaft : Rekordpreise bei Öl und Gas treiben BASF-Gewinn

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Frankfurt am Main - Rasant steigende Erträge im Öl- und Gasgeschäft halten BASF auf Rekordkurs. Nach einem unerwartet hohen Gewinn im ersten Quartal hat der Chemiekonzern gestern seine Prognose für das Gesamtjahr 2006 erhöht. Firmenchef Jürgen Hambrecht geht nun davon aus, den hohen Betriebsgewinn des Vorjahres zu übertreffen. Bisher war lediglich die Rede davon, dass man an das Vorjahresniveau anknüpfen wolle. „Bei bemerkenswerter robuster Auftragslage hat sich unser Geschäft seit Jahresbeginn sehr gut entwickelt“, sagte Hambrecht auf der Hauptversammlung.

Im ersten Quartal steigerte BASF den Umsatz um knapp ein Viertel auf 12,5 Milliarden Euro und den Betriebsgewinn vor Sonderfaktoren um knapp ein Fünftel auf 1,9 Milliarden Euro. Der Nettogewinn legte um zehn Prozent auf 950 Millionen Euro zu. Der Konzern hat damit deutlich besser abgeschnitten als US-Konkurrenten wie Dow und Dupont.

An der Börse legte die BASF-Aktie gestern um 2,37 Prozent zu. „Vor allem der Bereich Öl und Gas hat überraschend stark abgeschnitten“, kommentierte Chemieanalyst Andreas Heine von der Hypo-Vereinsbank die Zahlen.

Im Übernahmekampf um den US-Chemiekonzern Engelhard will BASF nicht aufgeben. Hambrecht sagte, er hoffe weiterhin, trotz des Widerstands des Engelhard-Managements zum Zuge zu kommen. Finanzchef Kurt Bock wies allerdings darauf hin, dass es auch Alternative gebe. „In der Chemieindustrie sind eine Reihe von Vermögenswerten auf dem Markt verfügbar“, sagte er. BASF hat den Engelhard-Aktionären für seinen Übernahmevorstoß im Volumen von rund fünf Milliarden Dollar ein Ultimatum gesetzt, nachdem die Engelhard-Führung zur Abwehr der BASF-Offerte ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm angekündigt hatte. shf/HB

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