Wirtschaft : Renault: Die Franzosen verkaufen so viele Autos wie noch nie

Der französische Automobilhersteller Renault hat im vergangenen Jahr einen Verkaufsrekord erzielt. Die abgesetzten 2,3 Millionen Personenwagen und leichten Nutzfahrzeuge bedeuteten einen Weltmarktanteil von 4,1 Prozent (1999: 4,3 Prozent), teilte das Unternehmen am Mittwoch in Paris mit. Innerhalb von fünf Jahren habe Renault seine Verkaufszahlen damit um 27 Prozent oder 500 000 Fahrzeuge gesteigert. Im Jahr 1999 hatte die Renault SA, Boulogne-Billancourt bei Paris, 2,29 Millionen Personen- und Lieferwagen verkauft.

In Westeuropa habe Renault seine Marktführer-Position behauptet, teilte der Konzern mit. Renault bleibe mit elf Prozent bei den Pkw und leichten Nutzfahrzeugen stärkste Einzelmarke. Allerdings sei der Fahrzeugabsatz in Italien, Spanien, Portugal, Großbritannien und Deutschland leicht zurückgegangen. So sei der Markt in Deutschland insgesamt schwach gewesen "und in den neuen Bundesländern besonders stark rückläufig", hält der Konzern fest. In Deutschland sank der Marktanteil im vergangenen Jahr von 6,9 auf 6,1 Prozent.

Außerhalb Europas haben die Automobilbauer ihre Stellung nach den Angaben entscheidend ausbauen und die Verkaufszahlen um 23 Prozent steigern können. In der strategischen Allianz mit dem japanischen Autobauer Nissan, wo die Franzosen vor zwei Jahren eingestiegen waren, will Renault nun zusätzliche Märkte in Australien, Taiwan und Mexiko erschließen.

Der größte südkoreanische Autohersteller Hyundai Motor Co hat mit knapp 1,5 Millionen Autos im vorigen Jahr einen Rekordabsatz verzeichnet. Auch bei der Schwesterfirma Kia Motors wurden Rekordzahlen für das Jahr 2000 vermeldet, wie Hyundai am Mittwoch in Seoul berichtete. Die Verkäufe bei Hyundai seien im Vergleich zu 1999 um 20 Prozent von 1,27 Millionen auf insgesamt 1,53 Millionen Einheiten gestiegen. Im Inland wurden danach 646 670 (plus 13,3 Prozent) und im Ausland 886 485 (plus 26,5 Prozent) Autos abgesetzt. Für das laufende Jahr sollen die Verkäufe auf 1,67 Millionen Einheiten gesteigert werden.

Kia verkaufte 968 363 Autos, was einem Zuwachs von 23,4 Prozent im Vorjahresvergleich entspricht. Hyundai hatte die zuvor Pleite gegangene Kia Motors 1998 bei einer Auktion übernommen. Zusammen verfügen beide Unternehmen über einen Anteil von rund 75 Prozent auf dem weltweit fünftgrößten Automarkt vor dem zusammengebrochenen einheimischen Konkurrenten Daewoo Motor, der gegenwärtig aufgeteilt wird.

Hyundai hatte im Juni des vergangenen Jahres mit Daimler-Chrysler eine Zehn-Prozent-Beteiligung vereinbart. Beide Unternehmen wollen künftig in den Bereichen Kleinwagen und Nutzfahrzeuge zusammenarbeiten.

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