Wirtschaft : Renditeziele noch nicht erreicht - Weitere Zukäufe

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Nachdem die Wiesbadener Linde AG im vergangenen Jahr den schwedischen Gase-Hersteller AGA gekauft hat, aber die geplante Übernahme der Messer AG an den Kartellbehörden gescheitert ist, will Vorstandschef Gerhard Full jetzt die Gase-Aktivitäten der britischen BOC in Nordamerika und in Europa übernehmen. Bis Mitte Mai soll die Übernahme unter Dach und Fach sein. Wie viel Geld Linde auf den Tisch legen will, sagte Full nicht. Für AGA hatten die Wiesbadener im vergangenen Jahr rund 3,6 Milliarden Euro ausgegeben. Linde will im Jahr 2000 den Umsatz um 30 Prozent auf acht Milliarden Euro und den Vorsteuergewinn um 15 Prozent auf 480 Millionen Euro steigern.

Angesichts der steigenden Zinsbelastungen aus der AGA-Übernahme und einen abrechnungsbedingten Rückgang im Anlagenbau seien das ehrgeizige Ziele, räumt Full ein. In den ersten beiden Monaten konnte Linde schon deutlich zulegen. Der Umsatz erhöhte sich um 42 Prozent auf 1,07 Milliarden Euro, der Auftragseingang kletterte um 29 Prozent und der Auftragsbestand um 53 Prozent auf fast sechs Milliarden Euro. 1999 hatte Linde den Umsatz um knapp 13 Prozent auf den Rekordwert von knapp 6,2 Milliarden Euro gesteigert. Der Jahresüberschuss stieg allerdings nur leicht auf rund 261 Millionen Euro. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital sank von 16,4 auf 10,2 Prozent.

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