Wirtschaft : Rentenreform: Private Altersvorsorge

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Die Bundesregierung hat die Pläne für den Ausbau der privaten und betrieblichen Altersvorsorge konkretisiert

Was es vom Staat gibt: Gefördert wird entweder über eine Zulage oder über die Möglichkeit der steuerlichen Anerkennung des Vorsorgeaufwands bei der Steuererklärung. Dabei prüft das Finanzamt, was für den Einzelnen günstiger ist. Die Förderung soll in einem achtjährigen Stufenplan von 2001 bis 2008 sukzessive aufgebaut werden. In der Endstufe, wenn private Vorsorge vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Einkommens beträgt, zahlt der Staat eine jährliche Sparzulage von bis zu 300 Mark für Ledige und 600 Mark für Verheiratete. Je Kind gibt es 360 Mark extra. Gutverdienende können maximal vier Prozent der so genannten Bemessungsgrenze als Sonderausgabe geltend machen. Vier Prozent davon sind derzeit 4000 beziehungsweise 8000 Mark (Ledige/Ehepaare) im Jahr.

Welche Vorraussetzung gelten: Die Regierung fördert nur Altersvorsorge-Produkte, die Kunden frühestens mit der Vollendung des 60. Lebensjahres ausbezahlt werden, den späteren Rentnern eine lebenslange, gleichbleibende oder steigende monatliche Leibrente garantiert oder einen Auszahlungsplan mit mindestens zehnjähriger Laufzeit und anschließender Restkapitalverrentung vorsieht. Der Gesetzgeber will damit ausschließen, dass der Versicherte seine Zusatzrente mit Beginn der Rente auf einen Schlag ausgeben kann. Wer später seinen Sparvertrag so ändert, dass er die Bedingungen nicht mehr erfüllt, muss die staatlichen Zuschüsse zurückzahlen.

Welche Produkte werden gefördert: Bei der Privatvorsorge sollen neben der klassischen Rentenversicherung nur Bankspar- oder Fondspläne gefördert werden, die feste Zahlungen und spätestens vom 80. Lebensjahr an eine Rente bis zum Tod vorsehen. Aktien, Eigenheime und Kapitallebensversicherungen würden damit bisher nicht berücksichtigt. Bei den Betriebsrenten sollen Arbeitnehmer einen Anspruch erhalten, bis zu vier Prozent ihres Gehalts für die betriebliche Altersvorsorge umzuwandeln. Förderfähig sollen Beiträge an eine Direktversicherung oder an eine Pensionskasse sein.

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