Wirtschaft : Rentenreform: Versicherungen preschen vor

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Seitdem die Rentenreform beschlossene Sache ist, vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendeine Versicherung ein förderfähiges "Riester-Produkt" vorstellt oder zumindest den Termin für dessen Einführung bekannt gibt: So will der Marktführer Allianz mit einer klassischen und einer fondsgebundenen Rentenversicherung zum 1. Juli auf den Markt kommen. Der zweitgrößte Erstversicherer, die Ergo-Gruppe, bietet mit T-Online über ein gmeinsames Internet-Portal www.foerderrente.de schon eine neue "Förderrente" an. Dass ihre Produkte noch nicht den entgültigen Stempel der Zertifizierungsstelle haben, stört die Versicherungskonzerne dabei wenig. Dies dürfte kein Problem werden, heißt es.

Dennoch warnen die Verbraucherschützer davor, vorschnell eine förderfähige Rentenversicherung abzuschließen oder eine bestehende Lebensversicherung auf ein förderfähiges Rentenversicherung umzustellen: Zum einen beinhalte eine Rentenversicherung keinen Todesfallschutz und zum anderen seien Leistungen aus Lebensversicherungen nach zwölf Jahren steuerfrei, sagt Wolfgang Scholl von der Verbraucherzentrale in Düsseldorf. Die Riester-Rente müsste dagegen im Rentenalter voll versteuert werden.

Klarheit sollte sich die Kunden auch darüber verschaffen, ob sie sich für eine sehr sichere aber renditeärmere Rentenversicherung oder aber für eine etwas risikoreichere fondsgebundene Rentenversicherung interessieren. Anders als bei herkömmlichen fondsgebundenen Rentenversicherungen müssen die Gesellschaften jetzt den Erhalt der eingezahlten Beiträge zum Rentenbeginn garantieren. Um dies zu erfüllen, legen sie einen Teil der Beiträge sicher an. Den anderen Teil können die Kunden - je nach Risikoneigung - in verschiedenen Fonds einbezahlen.

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