Wirtschaft : Repnik verlässt den Grünen Punkt

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Berlin Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Repnik verliert seinen Posten als Vorstandschef des Dualen Systems Deutschland (DSD). Der Aufsichtsrat werde am kommenden Montag Peter Zühlsdorff zum Nachfolger Repniks berufen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Nach der Übernahme der Aktienmehrheit durch den US-Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) scheide Repnik Ende Januar „im gegenseitigen Einvernehmen“ aus.

Mit der Debatte um Nebentätigkeiten von Politikern habe der Führungswechsel nichts zu tun, sagte DSD-Sprecher Achim Struchholz dem Tagesspiegel. „Herr Repnik hat stets mit offenen Karten gespielt und die Doppelrolle als Politiker und DSD-Vorstandschef immer ausgefüllt.“ Der frühere Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag war 2003 zum Grünen Punkt gewechselt. Ein KKR-Sprecher sagte, der Grüne Punkt stehe „vor einer neuen Phase seines Lebenszyklus“. Mit der Zusage an das Kartellamt, den Grünen Punkt binnen drei Jahren kapitalmarktfähig zu machen, seien „neue Managementaufgaben“ verbunden. Beobachter stellten Repniks Abberufung gleichwohl in den Kontext der politischen Diskussion. „KKR braucht einen Chef, der 100 Prozent seiner Zeit im Unternehmen verbringt“, hieß es. mot

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