Revisionsprozess : Ehemalige Freenet-Manager müssen weniger zahlen

Ehemalige Freenet-Manager: Axel Krieger (l.) und Eckhard Spoerr. Foto: dpa
Ehemalige Freenet-Manager: Axel Krieger (l.) und Eckhard Spoerr. - Foto: dpa

Mit verbotenen Insidergeschäften hatten Ex-Freenetchef Spoerr und sein Finanzvorstand Krieger Millionen verdient. In der Revision behielten die Richter das Strafmaß bei - trotzdem kommen die Verurteilten besser weg.

Auch im Revisionsprozess um verbotene Insidergeschäfte mit Aktien der Telekommunikationsfirma Freenet hat das Hamburger Landgericht die beiden Angeklagten zu hohen Geldstrafen verurteilt. Ex-Firmenchef Eckhard Spoerr und sein Finanzvorstand Axel Krieger müssen - wie im ersten Verfahren - je 300 Tagessätze zahlen. Für Spoerr sind das 75.000 Euro, für Krieger 120.000 Euro.

Das Gericht ordnete zudem den Verfall von Vermögensvorteilen an. Das bedeutet: Der Staat zieht Geld von den Spitzenmanagern ein, damit sie finanziell nicht mehr von den verbotenen Geschäften profitieren. Diese Summen sind nun deutlich niedriger als im ersten Prozess.

Bei Spoerr werden 327.000 Euro abgeschöpft, bei Krieger 324.000 Euro. „Mit der Anordnung des Verfalls hat die Kammer den gesamten Vorteil abgeschöpft, den die Angeklagten aus der verbotenen Transaktion gezogen hatten“, erklärte Gerichtssprecher Janko Büßer am Dienstag. Denn die Angeklagten hätten beim Verkauf der Aktien wegen ihres Insiderwissens nicht den Wertverlust hinnehmen müssen, den andere Aktionäre infolge des Kursverlustes erlitten hätten.

Im ersten Prozess hatte das Gericht bei Spoerr noch den Verfall über gut 705.000 Euro angeordnet, bei Krieger über knapp 700.000 Euro. Gegen das erste Urteil des Hamburger Landgerichts vom Januar 2009 waren die Angeklagten vor den Bundesgerichtshof gezogen - und hatten teilweise recht bekommen. In der neuen Verhandlung ging es ausschließlich um das Strafmaß für die beiden Spitzenmanager. Spoerr und Krieger hatten nach Ansicht des Gerichts im Sommer 2004 mit den verbotenen Insidergeschäften Millionen verdient. (sf/dpa)

    Ein Service von
    Angebote und Prospekte von kaufDA.de

Umfrage

Facebook geht an die Börse. Was halten Sie vom spektakulärsten Börsengang des Internetzeitalters?

Weitere Themen

Immobilien

Eigenheimfinanzierung, Mietrecht, Immobilienmarkt und mehr.

Zur Immobilienseite des Tagesspiegel.
Service
Wie geht es weiter mit dem Euro und der EU? Foto: Reuters

Zehn Jahre Euro. Alle Artikel zur Finanzeskalation im Krisenjahr 2011, wirtschafts- und finanzpolitische Themen in unserem Themenressort.

Euro-Krise

Umfrage

Kaufen Sie noch Produkte aus Massentierhaltung?

Beratersuche

Hier schlau machen!

WhoFinance: Bewertungsportal mit Kundenempfehlungen. Finden Sie Ihren Finanzberater in Ihrer Nähe.

Hier schlau machen!

Biowetter, Deutschlandwetter und internationales Wetter, Niederschlagsmengen, Reisewetter und aktuelle Satellitenbilder. Behalten Sie das Wetter im Griff!

Tagesspiegel Wetterseite
Foto:

Berlin maximal ist da - das erste Magazin für alle Aktiven der Berliner Wirtschaft.

    www.berlin-maximal.de