Wirtschaft : Rexrodt fordert neue Initiativen für Frauen

Ganztagsschulen und Steueranreize BERLIN (ssg).Neue Initiativen für die Gleichstellung von Mann und Frau im Berufsleben forderte Bundeswirtschaftsminister Günter Rexrodt auf einer Frauen-Fachkonferenz in Berlin.Als eine geeignete Maßnahme, die Position von berufstätigen Frauen zu verbessern, nannte er die Ganztagsschule, wie sie schon in einigen Ländern Europas verwirklicht sei.Kindergärten müßten ebenfalls familienfreundlichere Öffnungszeiten anbieten.Nicht zuletzt sei es wichtig, daß Mobilzeit und Teilzeit auch in Führungspositionen möglich werde.Die Politik habe in jüngster Zeit verstärkt versucht, familienfreundliche Teilzeitmodelle und Modelle zur Erprobung der Telearbeit aufzuzeigen.Neben der Schaffung von zusätzlichen Kinderbetreuungsmöglichkeiten müsse auch das Steuer- und Sozialsystems weiterhin auf Familienfreundlichkeit überprüft werden.Quotenfrauen und die Anbindung öffentlicher Aufträge an Frauenförderung lehnte Rexrodt ab.In den vergangenen Jahren seien zwar Fortschritte bei der Gleichstellung erzielt worden, Nachholbedarf bestehe aber immer noch.So sind Frauen in Führungspositionen selten: Nur fünf bis sechs Prozent des mittleren Managements sind weiblich, bei den Topmanagern ist es ein Prozent.Grund dafür sei die Tatsache, daß Frauen immer noch vor der Entscheidung "Karriere oder Kinder" stehen.

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