Wirtschaft : Rexrodt sieht deutsche Wirtschaft auf Kurs

Firmen investieren wieder mehr / Arbeitsmarkt bleibt Sorgenkind

BONN (ddpADN).Das Konjunkturbild in Deutschland hat sich nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums im zweiten Quartal weiter aufgehellt.Hauptstütze der wirtschaftlichen Expansion sei nach wie vor die Auslandsnachfrage, wird in dem am Montag in Bonn veröffentlichten Monatsbericht Juli betont.Entscheidend für die weiteren Wachstums- und Beschäftigungsperspektiven sei allerdings, daß zudem auch die Investitionstätigkeit der Unternehmen "stärker als bisher Tritt faßt". Durch die Verbesserung zahlreicher wichtiger Rahmenbedingungen seien die Chancen hierfür deutlich günstiger geworden, heißt es weiter.Fast alle nationalen und internationalen Konjunkturexperten gingen ebenso wie die Bundesregierung davon aus, daß sich die Investitionsdynamik "in naher Zukunft sichtbar verstärkt".Wenn die von der Bundesregierung eingeleiteten und dringend erforderlichen Reformvorhaben aber weiter blockiert blieben, bedeute dies eine "anhaltende erhebliche Belastung der Investitionsplanungen" und schmälere die Chancen für eine baldige Erholung am Arbeitsmarkt. Positiv verläuft den Angaben zufolge derzeit vor allem die Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe.Nach jüngsten Umfragen des Münchner Ifo-Instituts hätten die westdeutschen Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes ihre Investitionspläne für dieses Jahr inzwischen "merklich nach oben" revidiert, so daß "nach dem derzeitigen Planungsstand" für 1997 mit einem "spürbaren Anstieg der Investitionstätigkeit" zu rechnen sei.Weiterhin unbefriedigend sei demgegenüber die Situation der Bauwirtschaft, die im gesamten Bundesgebiet unter Nachfrageschwäche leide. Als bemerkenswert hebt der Bericht hervor, daß sich die Situation der ostdeutschen Industriebetriebe überdurchschnittlich verbessert habe.In den ersten beiden Monaten des zweiten Quartals hätten die Bestellungen beim Verarbeitenden Gewerbe hier ihren Vorjahreswert um 16,9 Prozent übertroffen.Die Auslandsorders verzeichneten dabei ein Plus von fast 54 Prozent. Die Preisentwicklung im Inland verlaufe weiterhin "in ausgesprochen ruhigen Bahnen", auch wenn sich die Einfuhrpreise besonders unter dem Einfluß des steigenden US-Dollar-Kurses in jüngster Zeit recht deutlich erhöht hätten.Eine allgemeine Beschleunigung des Preisanstiegs sei davon aber nicht zu erwarten.

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