Wirtschaft : Rheinmetall: 1999 war nur "Ausrutscher"

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Die Düsseldorfer Rheinmetall AG ist gut in das Jahr 2000 gestartet. "Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 2,1 Milliarden Euro", sagte am Dienstag Klaus Eberhardt, Vorstandsvorsitzender des Herstellers für Autoteile, Elektronik und Wehrtechnik. Für das Gesamtjahr erwartet er einen Umsatzanstieg um sechs Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Der Auslandsanteil soll dabei auf 56 Prozent zunehmen, die Zahl der Mitarbeiter bei 33 000 weltweit konstant bleiben.

Auf der Hauptversammlung des Konzerns in Berlin versicherte Eberhardt, dass die Verluste von sechs Millionen Euro für 1999 nur ein "Ausrutscher" gewesen seien. 1998 hatte der Konzern noch einen Jahresüberschuss von 140 Millionen Euro ausgewiesen. "Für das Jahr 2000 erwarten wir einen Überschuss von 100 Millionen Euro", sagte er. Es gelte nun der Grundsatz "Liquidität und Ertrag vor Wachstum". Für das laufende Geschäftsjahr seien keine Belastungen durch Umstrukturierungen zu erwarten. Erfolgreich abgegeben wurde die Tochter Mauser Waldeck. "Der Verkauf der Jagenberg Verpackungstechnik an die Sachsenring AG ist zwar geplatzt", erklärte Eberhardt. Jagenberg stehe aber weiter zum Verkauf. "Die Papierindustrie zieht weltweit an. Wir sind da in einer besseren Position als 1999."

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