Wirtschaft : Rheinmetall baut den Konzern um Kein Interesse an Krauss-Maffei

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Berlin (dpa). Der Rheinmetall-Konzern mischt nach eigenen Angaben nicht im Bieterwettbewerb für den Siemens-Anteil am Münchener Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann mit. „Wir haben kein Angebot für Krauss-Maffei unterbreitet“, sagte Rheinmetall-Chef Klaus Eberhardt am Montag am Rande der Hauptversammlung in Berlin. Es gebe nach wie vor die Verpflichtung gegenüber der Bundesregierung, in der deutschen Wehrtechnik bei Projekten strategische Allianzen zu bilden, sagte Eberhardt. Auch mit Krauss-Maffei werde in diesem Zusammenhang kooperiert. Zu möglichen gesellschaftsrechtlichen Verknüpfungen bleibe man in Gesprächen. Das Thema gilt als hoch sensibel, da Krauss-Maffei unter anderem den Panzer „Leopard 2“ baut.

Der Mischkonzern hält laut Eberhardt Kurs beim Umbau. Randaktivitäten werden abgestoßen. Das Restrukturierungsprogramm solle 2002 abgeschlossen werden. Dann sei Rheinmetall für Übernahmen in den Kernsparten Wehrtechnik, Automobil und Elektronik gerüstet. Die angestrebten Einsparungen von jährlich 100 Millionen Euro würden 2003 wirksam. Ziel sei es, den Umsatz bis 2004 jährlich um sechs Prozent zu erhöhen und dann eine Umsatzrendite von sieben Prozent zu erzielen. 2001 war das Ergebnis vor Steuern und Zinsen um 91 Prozent auf 197 Millionen Euro gestiegen bei einem Umsatz von 4,6 Milliarden Euro.

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