Wirtschaft : Rheinmetall überrascht mit Gewinnanstieg

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Düsseldorf Der Technologiekonzern Rheinmetall hat im ersten Halbjahr 2004 vor allem dank seiner Autozulieferungs- Tochter Kolbenschmidt Pierburg deutlich mehr verdient und die Erwartungen des Marktes weit übertroffen. Die Börse quittierte den Gewinnsprung dennoch mit fallenden Kursen.

Rheinmetall ist eigenen Angaben zufolge Europas größter heerestechnischer Ausrüster und ein weltweit tätiger Zulieferer für die Automobilindustrie.

Trotz zahlreicher Firmenverkäufe steigerte Rheinmetall seinen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 30 Millionen Euro auf 89 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Der Umsatz ging im ersten Halbjahr als Folge der Unternehmensverkäufe auf 1,6 Milliarden Euro zurück, nach 2,1 Milliarden Euro im Vergleichshalbjahr des Vorjahres.

Im zweiten Halbjahr will Rheinmetall seinen Wachstumskurs fortsetzen. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen beim Ebit eine deutlich verbesserte Rendite. Sie habe im ersten Halbjahr 5,5 Prozent betragen. Erstmals seit vielen Jahren würden alle Geschäftsbereiche mit einem positiven Ergebnis abschließen. „Wir haben gezeigt, dass weniger mehr sein kann“, sagte Konzernchef Klaus Eberhardt.

Rheinmetall hatte im vergangenen Jahr seine Neuausrichtung auf die Sparten Rüstung und Autozulieferung beschlossen und sich in der Folge von zahlreichen Bereichen getrennt, darunter der Elektroniksparte und dem defizitären Maschinenbauer Jagenberg. Erreicht habe Rheinmetall den Gewinnsprung durch eine verbesserte Effizienz und eine gezielte Internationalisierung, sagte Eberhard weiter.

Auf der Hauptversammlung im Mai hatte er für Rheinmetall Akquisitionen in Asien und den USA angekündigt. Gleichzeitig hatte er für das Gesamtjahr ein organisches Wachstum von rund fünf Prozent vorausgesagt, einen Konzernumsatz von 3,5 (Vorjahr 3,2) Milliarden Euro sowie eine weiter verbesserte Ertragslage.

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