Wirtschaft : Richtig oder falsch?

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Wie gerecht bewertet ein Vorgesetzter seine Mitarbeiter? Darf ein Unternehmen die Umwelt verschmutzen? Wie viel sollte ein Spitzenmanager verdienen? – Die Frage, wie richtig oder falsch wirtschaftliches Denken und Handeln ist, beschäftigt die Wirtschaftsethik. Obwohl schon in den Anfängen der Nationalökonomie ein Thema – Adam Smith’s „unsichtbare Hand“ des Marktes lieferte in der Theorie stets ein „gerechtes“ Verteilungsergebnis – ist die Forderung nach Einbeziehung von ethischen und moralischen Überlegungen in ökonomisches Denken noch relativ jung. Unterschieden wird grundsätzlich zwischen einer personalen Ethik , die das Verhalten von Individuen untereinander betrifft, der Ethik in und von Institutionen oder der Ethik von Systemen , etwa von Verfassungen oder des Welthandels. Inzwischen ist das Thema auch Bestandteil der Betriebswirtschaftslehre, die – theoretisch und in Managementseminaren – nach der gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung der Unternehmensführung fragt. Nicht zuletzt ist die Wirtschaftsethik religiös geprägt. Großer Beliebtheit unter Managern erfreut sich der Benediktinerorden, der – selbst geschäftstüchtig – mit der Losung „Ora et labora“ (Bete und arbeite) eine Quelle zeitgenössischer Arbeitsethik lieferte. mot

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