Wirtschaft : Riester-Vorsorge führt zu Abzügen

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Mit seiner Aktion wendet sich der Sozialverband VdK gegen die rotgrüne Rentenreform aus dem Jahr 2001. Mit ihrem „Altersvermögensergänzungsgesetz“ hatte die Regierung auf die demografischen Probleme der Rentenversicherung reagiert. Denn immer weniger Beitragszahler müssen die Renten von immer mehr Ruheständlern finanzieren. Hinzu kommt die hohe Arbeitslosigkeit, die zu zusätzlichen Einnahmeproblemen führt.

Damit die Beitragssätze in der Rentenversicherung nicht ins Unermessliche steigen, beschloss die Bundesregierung Gegenmaßnahmen, die sich jetzt auswirken. Um die Ausgaben der Rentenversicherung zu senken, wird das gesetzliche Rentenniveau von über 70 Prozent im Jahr 2001 auf 67 Prozent im Jahr 2030 gesenkt. Zudem wurden die Bürger - unterstützt von staatlichen Zulagen und Steuervorteilen – aufgefordert, eine private Zusatzrente aufzubauen, die so genannte Riester-Rente.

Die Riester-Rente wirkt sich negativ auf die Rentenerhöhungen aus. Denn kollektive Belastungen der Versicherten beeinflussen die Rentenanpassungen: Da die Arbeitnehmer Beiträge für die Riester-Rente zahlen, steigen – jetzt erstmals zum 1. Juli 2003 – die gesetzlichen Renten langsamer, als sie es ohne die Riester-Rente getan hätten. Die Rentenerhöhung fällt um 0,6 Prozent niedriger aus. hej

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