Wirtschaft : Robin Hood und der Bundesadler (Kommentar)

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Der Übernahme-Kampf geht erst los. Auch die Briten haben am Wochenende ein leichtes Tremolo in ihre Äußerungen gelegt: Robin Hood schießt in der "Sunday Times" auf eine Zielscheibe mit dem Bundesadler. Solange dabei die Ironie größer bleibt als die Aggression, braucht niemand die moralische Empörung übertreiben. Bei politischer und unternehmerischer Propaganda soll man bekanntlich nicht alles für bare Münze nehmen. Vor der Verfestigung von drei Fehlinformationen sei hier aber besonders gewarnt: Erstens hat inzwischen jeder Kundige zur Kenntnis genommen, dass nur 37 Prozent der Mannesmann-Anteilseigner in Deutschland sitzen. Da klingt es schon witzig, wenn Ministerpräsident Clement nicht möchte, dass Mannesmann zur Filiale eines Londoner Unternehmes wird. Zweitens hat Mannemann selbst aus guten Gründen beschlossen, das Unternehmen zu teilen. Niemand sollte den Briten also Zerschlagungsabsichten unterstellen. Und drittens spricht alles dafür, dass im Mobilfunk neue Arbeitsplätze entstehen. Ein Automatismus zwischen Fusionen und Beschäftigungsabbau besteht mithin nicht.

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