Wirtschaft : Rohkaffeepreise schmecken Jacobs

Die Kraft Jacobs Suchard GmbH & Co.KG, Bremen, hat trotz eines Umsatzverlustes im Geschäftsjahr 1998 den Gewinn deutlich gesteigert. Das Ergebnis nach Steuern stieg von 49 auf 161 Mill. DM. Den größten Anteil daran habe Jacobs aufgrund sinkender Rohkaffeepreise beigetragen, sagte Finanzvorstand Udo Hollstein am Mittwoch. Insgesamt sank der Umsatz des Nahrungs- und Genußmittelproduzenten von 4,5 Mrd. auf rund 4,2 Mrd. DM. Kraft Jacobs beschäftigt in Deutschland rund 4300 Mitarbeiter, davon etwa 1100 in Bremen.

Für das laufende Jahr rechnet der Vorsitzende der Geschäftsführung, Bernhard Huber, nicht mit einer Verbesserung der "keineswegs befriedigenden Marktsituation" im Lebensmittelhandel. Dafür gebe es in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres keinerlei Anzeichen. Insgesamt erwartet die Geschäftsführung "ein Gesamtergebnis auf Vorjahresniveau".

Vom Gesamtumsatz 1998 entfielen auf Jacobs 2,2 (Vorjahr: 2,4) Mrd. DM, auf Suchard 915 (926) Mill. DM und auf Kraft 674 (751) Mill. DM sowie auf das Außer-Haus-Geschäft 415 (395) Mill. DM. Die Umsatzrendite des Unternehmens stieg von 3,5 auf sechs Prozent. Das sei im Vergleich zu den europäischen Schwesterunternehmen "zu wenig", sagte Hollstein. Dort lägen die Umsatzrenditen im zweistelligen Bereich.

Im Kaffeebereich rechnet das Unternehmen 1999 nicht mit dem Erreichen des Vorjahresergebnisses. Trotz der Preissenkung um 1,50 DM pro Kilo sei der Kaffee-Absatz rückläufig, sagte Geschäftsführungsmitglied Christian Köhler. Der Preiskampf halte an. Preissenkungen der Konkurrenz werde der Marktführer nicht tatenlos zusehen.

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