Rohstoffe : Kupferpreise belasten deutsche Wirtschaft

Gestiegener Bedarf und explodierende Preise für Kupfer belasten die deutsche Wirtschaft. Die Kosten für den Rohstoff haben sich verdreifacht, auch wegen des wachsenden Bedarfs von Schwellenländer wie China und Indien.

WiesbadenDie deutsche Industrie benötigt immer mehr Kupfer und muss dafür rasant steigende Preise bezahlen. Im vergangenen Jahr führten die Unternehmen insgesamt 1,1 Millionen Tonnen Kupfererze und Kupferkonzentrate ein, meldete das Statistische Bundesamt. Der Preis betrug durchschnittlich 1349 Euro je Tonne und habe sich damit seit dem Jahr 2000 fast verdreifacht. Damals kostete der Rohstoff erst 483 Euro je Tonne. Im gleichen Zeitraum stieg die importierte Menge um 60 Prozent.

Grund für die Preissteigerung ist nach Expertenansicht die gestiegene Nachfrage auf dem Weltmarkt infolge des wachsenden Rohstoff-Bedarfs der großen Staaten China und Indien. Kupfer wird vor allem für die Herstellung von Rohrleitungen, Armaturen, Stromkabeln aber auch Münzen benutzt. Insbesondere die Bau- und Elektroindustrie benötigt Kupfer.

Hauptlieferant von Kupfererzen nach Deutschland ist laut Statistik Südamerika, vor allem der weltweit größte Kupferproduzent Chile. Aus Chile kamen 2006 fast ein Drittel der deutschen Kupferimporte. Wichtigster Kupferproduzent in Europa ist Portugal. (mit dpa)

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