Wirtschaft : Roland Berger: Münchner Unternehmensberatung beteiligt sich mit zehn Prozent an Bmp

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Die Münchner Unternehmensberatung Roland Berger und Partner will ihre Kunden künftig nicht nur gegen Bargeld, sondern auch gegen Beteiligung an den betroffenen Firmen beraten. Als Vehikel dafür dienen die Berliner Bmp AG und ein Fonds, der marode Firmen bei ihrer Sanierung unterstützt, sagte Firmenchef Roland Berger vor Journalisten in München.

An Bmp, dem hier zu Lande führenden Finanzierer von Jungunternehmen in der Startphase, habe man sich soeben für 60 Millionen Mark zu zehn Prozent beteiligt. Die Bmp ist im S-Dax notiert und derzeit an 62 Start-up-Firmen in den Bereichen E-Business sowie Biotechnologie beteiligt. Weil sich gerade Unternehmensgründer eine Beratung nicht leisten könnten, sei dieses Modell der Beratung gegen Firmenanteile nötig, sagte Berger. Das gelte auch für Klienten, die vor einer Sanierung stehen.

Bis 2001 will Berger in den USA die Zahl der Mitarbeiter auf über 100 verdreifachen und damit eine kritische Masse erreichen. Etwa 2002/03 könne man dann an eine Partnerschaft mit einem US-Konkurrenten denken. Dieses Jahr will Berger insgesamt weitere gut 150 Stellen schaffen und Ende 2000 über 1500 Mitarbeiter beschäftigen. Die dazu nötigen Investitionen in das Personal bezifferte der Spitzenberater, der selbst knapp ein Zehntel von Roland Berger und Partner hält, auf 120 Millionen Mark. Um ein Viertel auf 850 Millionen Mark wachsen sollen dieses Jahr auch die Umsätze, die 1999 schon um 19 Prozent zugelegt hatten. Somit werde 2000 zum erfolgreichsten Jahr seines Unternehmens, sagte Berger.

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