Wirtschaft : Roland Ernst weist Pleitespekulation zurück

BERLIN (esch/asi).Der Immobilienentwickler Roland Ernst hat zwar in den vergangenen zwei Jahren unter der "Rezession besonders in den neuen Bundesländern" gelitten.Von Zahlungsschwierigkeiten seines in Deutschland weit verzweigten Unternehmens könne jedoch keine Rede sein.Das teilte die Unternehmensgruppe Roland Ernst am Montag dem Tagesspiegel mit.

Das Immobilienunternehmen, das unter anderem in Berlin-Treptow den Bürostandort Twin-Towers errichtet sowie im Zentrum der Hauptstadt die Hackeschen Höfe saniert hat, will im vergangenen Jahr sein Umsatzniveau im Vergleich zum Vorjahr fast gehalten und den Gewinn sogar gesteigert haben.1998 hat Ernst nach eigenen Angaben im Immobilienbereich einen Umsatz von 323 Mill.DM (364 Mill.DM im Vorjahr) und einen Gewinn von 51 Mill.DM (46 Mill.DM im Vorjahr) erzielt.Von einem Einbruch, teilte das Unternehmen mit, sei man weit entfernt.

Am Wochenanfang waren Vermutungen bekannt geworden, daß die Kooperationsverhandlungen des Immobilienentwicklers mit dem amerikanischen Investmenthaus Lazard Frères gescheitert seien und dies die finanzielle Zukunft der Immobiliengruppe belaste.Roland Ernst bestätigte zwar, daß die Gespräche mit den Amerikanern "ausgesetzt" seien.Dies sei jedoch auf das kurzfristige Ausscheiden zweier Hauptgesellschafter des Investmenthauses und nicht auf Bonitätsprobleme der Gruppe Roland Ernst zurückzuführen.

Die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr bezeichnete Ernst als "positiv".Unter anderem werde von der Gruppe in Berlin das Gebäude der Ungarischen Botschaft am Boulevard Unter den Linden und daneben ein weiteres Geschäftshaus errichtet.In Hamm und Kassel befänden sich derzeit zwei Verwaltungsgebäude der Bahn AG im Bau und die Gruppe sei an der Errichtung des "Neuen Kranzlerecks" am Berliner Kurfürstendamm beteiligt.Allein im letzteren Fall betrage das Investitionsvolumen 300 Mill.DM.Darüber hinaus rechne man in den kommenden Wochen mit Abschlüssen für Neubauprojekte im Umfang von 700 Mill.DM.Insbesondere den Erfolg der Bauprojekte für den Versicherer Allianz hob Ernst hervor.Für rund 850 Mill.DM habe er in Berlin die Verwaltung der Allianz errichtet.Nun baue er für den Versicherer für rund 200 Mill.DM die Verwaltung in der sächsischen Hauptstadt Dresden.

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