Wirtschaft : Rolf Breuer: Ein Rheinländer mit scharfer Zunge

Rolf E. Breuer gilt als meist umgänglicher Mann, der gerne braungebrannt zu Pressekonferenzen erscheint und manches Mal auch ein lockeres Wort fallen lässt. Dies verrät den Rheinländer. Er hat einen Ruf als brillianter Redner, der ohne Manuskript und Souffleure auskommt. Doch Breuer kann auch scharfe Worte gebrauchen, wird auch als provokant agressiv und zuweilen auch als zynisch beschrieben. Die "Zeit" urteilte einmal über ihn, er sei "nicht gerade ein Mann des Ausgleichs".

Breuer wurde am 3. November 1937 in Bonn geboren und trat nach dem Abitur 1956 eine zweijährige Lehre in den Filialen der Deutschen Bank in München und Mainz an. Danach studierte er Jura in Lausanne, München und Bonn. 1996 stiess er in Karlsruhe wieder zur Deutschen Bank. 1969 wechselte er in die Börsenabteilung des Instituts in Frankfurt (Main) und übernahm deren Leitung im Jahre 1974. Zehn Jahre später wurde Breuer stellvertretendes und 1987 ordentliches Vorstandsmitglied. Aus dieser Zeit stammt sein Ruf als "mächtigster Mann" des Kapitalmarktes (Handelsblatt). An die Spitze der Deutschen Bank rückte Breuer im Oktober 1996 als Nachfolger von Hilmar Kopper. In seiner Karriere erlebte Breuer so manche Krise mit. Die Pleite des Baulöwen Schneider oder der Skandal um das Dividendenstripping und das Desaster bei Morgan Grenfell ließen manches Mal Fragen über seine Mitverantwortung laut werden.

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