Wirtschaft : Rosenthal verdient mit Porzellan wieder Geld

SELB .Die Porzellan-Branche leidet weiterhin stark unter der Konsumzurückhaltung.Doch die Marktführer machen ihre Hausaufgaben.Erste Anzeichen der Besserung gibt es beim Traditionsunternehmen Rosenthal.Nach umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen erwartet die Rosenthal AG (Selb) für 1999 wieder ein moderates Wachstum, hieß es am Donnerstag.Bereits 1998 erreichte der Porzellanhersteller nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Ottmar C.Küsel nach drei verlustreichen Jahren erstmals wieder einen Überschuß von 3,1 Mill.DM, der zur Verlusttilgung verwendet wird.Eine Dividende wird für 1998 freilich noch nicht gezahlt.Der Umsatz im Gesamtkonzern stieg im vergangenen Jahr aber immerhin um 4,7 Prozent auf 316,3 Mill.DM (umgerechnet 162 Mill.Euro), berichtete Küsel am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Selb.

"Wir haben 1998 den Turnaround geschafft und uns in einem schwierigen Branchenumfeld gut behauptet", sagte Küsel nicht ohne Stolz.In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres habe Rosenthal im Vergleich zum Vorjahr erneut ein leichtes Umsatzplus erwirtschaften können.Angesichts der nach wie vor ungebrochenen Konsumzurückhaltung auf dem deutschen Markt setzt das Traditionsunternehmen weiterhin vor allem auf das Auslandsgeschäft, insbesondere auf die Vereinigten Staaten und Japan.Gleichzeitig würden die Bemühungen zur Kostensenkung und Produktivitätssteigerung intensiv fortgesetzt.

Der britisch-irische Konzern Waterford Wedgwood hält inzwischen 84,62 Prozent der Aktien der Rosenthal AG.Durch Restrukturierungsmaßnahmen mit einem Investitionsvolumen von mehr als 40 Mill.DM soll am Standort Oberfranken bis zum Jahr 2000 die weltweit modernste Porzellanfertigung entstehen.Nach Angaben von Küsel soll das neue Werk langfristig Maßstäbe setzen.Die früher handwerkliche Porzellanmanufaktur setzt auf Hightech: "Die neuen, hochautomatisierten Produktionsanlagen werden wesentlich zu einer hohen Produktivität und Effizienz bei gleichbleibender höchster Qualität beitragen."

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