Wirtschaft : Rotkäppchen: Kellerei sieht sich als erfolgreichste deutsche Sektmarke

Trotz eines Absatzminus der Branche hat die Rotkäppchen-Sektkellerei Freyburg GmbH ihren erfolgreichsten Abschluss in der 144-jährigen Unternehmensgeschichte verbucht. Mit 43,9 Millionen verkauften Flaschen und einem Umsatz von 222 Millionen Mark konnte das Unternehmen im Geschäftsjahr 1999/2000 (31. März) den Absatz erneut um mehr als zehn Prozent steigern. "Damit ist die Flasche mit der roten Kappe zur erfolgreichsten deutschen Sektmarke aufgestiegen", sagte der geschäftsführende Gesellschafter, Gunter Heise, am Mittwoch anläßlich der Bilanzvorlage in Leipzig. Dem Ziel, auch in den westlichen Ländern gelistet zu werden, sei das Unternehmen mit seinen 92 Mitarbeitern deutlich näher gekommen. Insgesamt sechs Millionen Flaschen "Rotkäppchen" wurden in den alten Ländern konsumiert. Hier sieht das Unternehmen jedoch noch ein erhebliches Wachstumspotenzial, sagte Heise. Während Rottkäppchen in den neuen Ländern einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent hat, sind es im Westen nur 2,3 Prozent. Mit dem Betriebsergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres sei das Unternehmen sehr zufrieden, sagte Heise. Konkrete Zahlen wollte er nicht nennen.

Seit 1991 sind in Freyburg mehr als 71 Millionen Mark in die Sanierung und Modernisierung von Anlagen investiert worden. Allein im vergangen Geschäftsjahr waren es 6,4 Millionen Mark. "Rotkäppchen" verfüge jetzt damit über eine Jahreskapazität von 55 Millionen Flaschen, sagte Heise. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet er mit einem Absatz von 40 Millionen Flaschen. Zu den Plänen des Hauses gehörten auch Fusionen. Konkrete Angaben dazu machte Heise allerdings nicht.

1999 brachte eine Änderung der Besitzverhältnisse bei "Rotkäppchen". Nach Ausscheiden eines Gesellschafters wurden dessen Anteile von den derzeitigen vier Eignern zurückgekauft. Das Unternehmen verbleibt demnach in den Händen von vier geschäftsführenden Gesellschaftern und der Familie Harald Eckes-Chantre.

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