Wirtschaft : Rover-Verluste verderben bei BMW die Stimmung

MÜNCHEN .Spekulationen um weitere Milliardenverluste bei der britischen Tochter Rover haben die Hauptversammlung der BMW AG am Dienstag in München überschattet.Der langjährige Aufsichtsratschef und frühere Vorstandsvorsitzende Eberhard von Kuenheim erntete bei seinem letzten Auftritt vor den Aktionären große Anerkennung für sein Werk, aber auch harsche Kritik an seiner Rolle als oberster Kontrolleur in Zusammenhang mit dem Rover-Debakel.Einige Kleinaktionäre forderten, die Marke Rover zu verkaufen oder einzustellen.Angesichts immer wieder auftauchender Übernahmegerüchte betonte BMW-Hauptaktionärin Johanna Quandt die Verbundenheit ihrer Familie zum Unternehmen.

Besonders heftige Vorwürfe löste auf der Hauptversammlung die Rolle von Kuenheims bei dem spektakulären Vorstandswechsel Anfang Februar aus, als Joachim Milberg den Vorgänger Bernd Pischetsrieder ablöste."Wie konnte der Wechsel nur so schlecht vorbereitet werden?", kritisierte ein Kleinaktionär.Trotz der Risiken und Belastungen durch Rover sehe er die Entwicklung des Konzerns im laufenden Jahr positiv, betonte der neue Vorstandsvorsitzende Milberg, ohne eine konkrete Prognose für die Kernzahlen des Unternehmens zu nennen.Das Restrukturierungsprogramm für Rover sei in vollem Gang.

Milberg räumte erneut Versäumnisse in der bisherigen Rover-Strategie ein.Deshalb werde die britische Gruppe künftig direkt von der Konzernzentrale in München aus gesteuert.Nach einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" wird allein für dieses Jahr bei Rover ein Minus von bis zu 900 Mill.Pfund (rund 2,65 Mrd DM) erwartet.Dies sei allerdings eine interne Hochrechnung von BMW für den schlimmsten Fall.Ein BMW-Sprecher dementierte den Bericht."Ein offizielles Papier dieser Art existiert nicht." Im vergangenen Jahr hatte Rover 1,9 Mrd.DM Verlust eingefahren.

"Der Musterschüler BMW bekommt Rover nicht in den Griff", befürchtete die Sprecherin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Daniela Bergdolt.Die britische Tochter könnte sich als "klassische Fehlinvestition" erweisen.Sie forderte die Aktionäre auf, den Vorstand, aber auch den Aufsichtsrat für das vergangene Geschäftsjahr nicht zu entlasten.

Kleinaktionäre zeigten sich besorgt, daß der BMW-Gewinn von den Rover-Verlusten noch weiter aufgezehrt werden könnte.Im vergangenen Jahr sank der Jahresüberschuß des Konzerns von 1,2 Mrd.DM auf 900 Mill.DM, obwohl die Marke BMW einen Rekordgewinn vor Steuern von 3,9 Mrd.DM beisteuerte.Dennoch sollen die Aktionäre eine unveränderte Dividende von 20 DM je 50-DM-Stammaktie erhalten.Der Konzern steigerte 1998 seinen Umsatz auf mehr als 63 Mrd.DM und verkaufte fast 1,2 Mill.Autos.

In den ersten vier Monaten 1999 zog der Absatz der Marke BMW um zwölf Prozent auf fast 250 000 Autos weiter deutlich an.Der Geländewagenhersteller Land Rover verkaufte in diesem Zeitraum fast 57 000 Wagen, gut 31 Prozent mehr als im Vorjahr.Bei der Marke Rover sackte der Absatz aber weiter um 17 Prozent auf gut 140 000 ab.Insgesamt lagen die Auto-Auslieferungen des BMW-Konzerns mit fast 390 000 Autos um 0,6 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Spekulationen um weitere Milliardenverluste bei der britischen Tochter Rover haben die Hauptversammlung der BMW AG am Dienstag in München überschattet.Der langjährige Aufsichtsratschef und frühere Vorstandsvorsitzende Eberhard von Kuenheim erntete bei seinem letzten Auftritt vor den Aktionären große Anerkennung für sein Werk, aber auch harsche Kritik an seiner Rolle als oberster Kontrolleur in Zusammenhang mit dem Rover-Debakel.Einige Kleinaktionäre forderten, die Marke Rover zu verkaufen oder einzustellen.Angesichts immer wieder auftauchender Übernahmegerüchte betonte BMW-Hauptaktionärin Johanna Quandt die Verbundenheit ihrer Familie zum Unternehmen.

Besonders heftige Vorwürfe löste auf der Hauptversammlung die Rolle von Kuenheims bei dem spektakulären Vorstandswechsel Anfang Februar aus, als Joachim Milberg den Vorgänger Bernd Pischetsrieder ablöste."Wie konnte der Wechsel nur so schlecht vorbereitet werden?", kritisierte ein Kleinaktionär.Trotz der Risiken und Belastungen durch Rover sehe er die Entwicklung des Konzerns im laufenden Jahr positiv, betonte der neue Vorstandsvorsitzende Milberg, ohne eine konkrete Prognose für die Kernzahlen des Unternehmens zu nennen.Das Restrukturierungsprogramm für Rover sei in vollem Gang.

Milberg räumte erneut Versäumnisse in der bisherigen Rover-Strategie ein.Deshalb werde die britische Gruppe künftig direkt von der Konzernzentrale in München aus gesteuert.Nach einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" wird allein für dieses Jahr bei Rover ein Minus von bis zu 900 Mill.Pfund (rund 2,65 Mrd DM) erwartet.Dies sei allerdings eine interne Hochrechnung von BMW für den schlimmsten Fall.Ein BMW-Sprecher dementierte den Bericht."Ein offizielles Papier dieser Art existiert nicht." Im vergangenen Jahr hatte Rover 1,9 Mrd.DM Verlust eingefahren.

"Der Musterschüler BMW bekommt Rover nicht in den Griff", befürchtete die Sprecherin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Daniela Bergdolt.Die britische Tochter könnte sich als "klassische Fehlinvestition" erweisen.Sie forderte die Aktionäre auf, den Vorstand, aber auch den Aufsichtsrat für das vergangene Geschäftsjahr nicht zu entlasten.

Kleinaktionäre zeigten sich besorgt, daß der BMW-Gewinn von den Rover-Verlusten noch weiter aufgezehrt werden könnte.Im vergangenen Jahr sank der Jahresüberschuß des Konzerns von 1,2 Mrd.DM auf 900 Mill.DM, obwohl die Marke BMW einen Rekordgewinn vor Steuern von 3,9 Mrd.DM beisteuerte.Dennoch sollen die Aktionäre eine unveränderte Dividende von 20 DM je 50-DM-Stammaktie erhalten.Der Konzern steigerte 1998 seinen Umsatz auf mehr als 63 Mrd.DM und verkaufte fast 1,2 Mill.Autos.

In den ersten vier Monaten 1999 zog der Absatz der Marke BMW um zwölf Prozent auf fast 250 000 Autos weiter deutlich an.Der Geländewagenhersteller Land Rover verkaufte in diesem Zeitraum fast 57 000 Wagen, gut 31 Prozent mehr als im Vorjahr.Bei der Marke Rover sackte der Absatz aber weiter um 17 Prozent auf gut 140 000 ab.Insgesamt lagen die Auto-Auslieferungen des BMW-Konzerns mit fast 390 000 Autos um 0,6 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

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